Digitalisierung erfordert neue Denkansätze

Es klingt skurril. Auf der einen Seite suchen Unternehmen nach Sichtbarkeit, auf der anderen Seite muss alles wohl behütet in den eigenen 4 Wänden bleiben.

“Brand Awareness, Brand Content, Brand Engagement”

 

Die Marke ist im Gespräch. Doch es gibt ein Problem. Denn mit zunehmender Sichtbarkeit steigt auch die Transparenz eines Unternehmens. Mitarbeiter und Verantwortliche stellt das vor große Herausforderungen. Nicht nur in der externen Kommunikation, sondern auch in der internen Vermittlung.

Denn digitale Kommunikation setzt Regeln voraus. Nicht nur kommunikativ, sondern auch technisch. Und dabei ist das alles gar nicht so neu. Andere Unternehmensbereiche mussten die Wege alle schon durchlaufen. Nehmen wir als Beispiel einmal die Designabteilungen in Unternehmen. Jedem Designer stellen sich die Nackenhaare auf wenn er hört, dass einer in Word versucht hat sein Logo zu ändern.

Um so etwas zu verhindern, gibt es so genannte Corporate Design Manuals. In ihnen ist alles bis auf das kleinste Detail aufgeführt. Logo abstand, minimal Größe und und und. Für fast alles gibt es eine Richtlinie.

Und nicht auf Design, sondern auch auf oberster Unternehmensebene gibt es diese Regeln. In der Corporate Identity stehen nicht nur Verhaltensregeln, sondern beispielsweise auch Regeln zur Kleidung. Alles ist / soll gut strukturiert und für jeden verständlich sein.

Doch irgendwie scheint es so, als gäbe es Online noch ganz andere Probleme. Selbst Kommunikationsleute, die sich im web zu Hause fühlen sollten, stellt es vor neue Aufgaben.

Der Vokabelschatz muss neu gelernt und technische Grundlagen verstanden werden. Denn plötzlich findet Kommunikation nicht mehr nur über einen modulierten Schall aus statt, sondern fließt über Datenautobahnen. Ein Hallo wird zu 0en und 1en und ein kleines Häkchen bei what´s App ersetzt das menschliche “Danke, habe ich erhalten”.

Fortschritt und in diesem Fall höhere “Sichtbarkeit” setzt immer neue Aufgaben frei. Diese Aufgaben wollen erforscht und gelöst werden. Vor allem dann, wenn wesentlich mehr von dem Unternehmen gefordert wird, als die reine Informationsvermittlung.

Unternehmen sind Werte- und Interaktionsgemeinschaften

 

Wer sich mit Marken und Unternehmen beschäftig weiß genau, wie wichtig vielen die eigenen Werte sind. Auch sie stehen meist fest definiert in der Corporate Identity.

Sie gelten als Richtlinie. Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Doch wie hält man diese Richtlinien ein. Vor allem dann, wenn man sich öffnet? Von den Menschen außerhalb der Unternehmensmauern kann man nicht einfach fordern.

Mit dem Schritt in die digitale Welt wächst der Anspruch an die Unternehmung. Spätestens dann, wenn in sozialen Netzwerken Fragen kommen. Denn jede Frage will eine Antwort.

 

Digitalisierung erfordert neue Denkansätze

 

Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre seit vielen Jahren genutzten Geschäftsmodelle und die Art der Kommunikation zu überdenken.

Nicht nur, weil sich die Bedürfnisse des Kunden ändern, sondern weil von heute auf morgen neue Unternehmen entstehen, die alles da gewesene in Frage stellen. Heute kann jeder von uns Hotelier sein oder einen Fahrservice anbieten. Unternehmen und Privatpersonen stehen heute in direkter Konkurrenz.

Doch es gibt eine Vielzahl von Beispielen, wie Unternehmen damit umgehen können.

Was kann man zum Beispiel tun, wenn de Käufer von gestern auf einmal den eigenen Laden nicht mehr besuchen?

Forever21 aus Costa Rica hat sich dafür einen Plan B überlegt.

Im Jahr 2014 entwickelte einen „Emergency Clothes Truck“.

„fashion retailer Forever 21 promote the opening of its third Costa Rican store with Closet S.O.S: a mobile fashion truck stocked with apparel and accessories. The first 100 customers received a voucher that entitled them to request a visit from the traveling closet during ‘fashion emergencies’“

Natürlich handelte es sich hier um eine Marketing Aktion. Doch wer weiß, was sich daraus einmal ergeben könnte.

Pizza Hut ging sogar noch einen Schritt weiter.

Sie stellten nämlich fest, dass sich vor allem im Social Web immer mehr Menschen darüber beschwerten, dass die Pizzen zu Hause kalt ankommen würden. Gerade in großen Städten, wo ein reger Verkehr herrscht. In Panama kam man daher auf einen kluge Idee. Den mobilen Pizza Ofen.

Pizza Hut Panamá launched Oven Delivery:

„a delivery service that cooks pizzas whilst they are in transit. Electric ovens were installed on the back of motorcycles to reduce delivery time and improve the quality of the pizza.“
In meinen Augen zeigen solche Beispiele, dass „alte“ Modelle und neue Denkansätze und Erkenntnisse sich durchaus beflügeln können.
Allerdings braucht es dafür Mut und Rückendeckung, die Dinge einfach mal auszuprobieren

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