Wenn Häppchen das Hirn anregen

Ein leckeres Essen. Vielen von uns geht dabei nicht nur der Mund, sondern auch das Herz auf. Doch wie oft dürfen, beziehungsweise sollen wir am Tag zu Messer und Gabel greifen?

Im Bereich der Ernährungswissenschaften diskutiert man das Thema schon lange. Was ist denn nun besser? Lieber am Tag drei reichhaltige Speisen, oder lieber 5-6 kleine Mahlzeiten? Sollten es fünf Portionen Obst, oder doch vielleicht besser 10 kleine Portionen sein? Zwar kennt jeder von uns aus der Schule noch die Ernährungspyramide, doch irgendwie fühlt man sich überfordert. Oder geht es euch anders? Und dann kommen da auch noch diese ganzen Superfoods … Es gibt diverse Studien und Veröffentlichungen zum Thema. Zum Beispiel die der University of Ottawa, in der bei unterschiedlichen Testgruppen der Blutzuckerspiegel regelmäßig gemessen wurde um festzustellen, bei welcher Gruppe (3 Mahlzeiten oder 6 Mahlzeiten am Tag) dieser mehr schwankt. Ziel sollte es sein, die Probanden beim abnehmen zu unterstützen. Das Ergebnis der Untersuchung war zwar eindeutig, doch das Resultat am Ende des Tests war es nicht. Trotz schwankender Blutzuckerspiegel in den beiden Testgruppen nahmen nämlich alle rund gleich viele Kilos ab … Was war denn nun besser?
Wissenschaftlich betrachtet werden heute vermehrt die „kleinen“ Häppchen häufiger empfohlen.  Nicht weil die andere Ernährungsweise ungesund ist, sondern weil diese in den Tests einfach schlechter abgeschlossen hat.

Die Mischung macht´s

Das heißt aber nicht, dass eine Art von beiden falsch ist. Wie bei so vielen Dingen, ist es oft eine Mischung oder eine leichte Tendenz, die den Unterschied macht.
Diese Erkenntnisse kann man durchaus adaptieren. Vor allem auch wenn es um ein Themenfeld geht, das mich persönlich schon lange interessiert.
Inspiration und Lernen.

Schon längst hat das digitale Lernen Einzug in den Bildungssektor gehalten. MicroLearning, Video-Based-Learning und Mobile Learning sind keine futuristischen Didaktik-Utopien mehr, sondern Lernmethoden, die 2018 das Bildungswesen und den eLearning-Sektor grundlegend verändern werden. Das heißt, es braucht auch hier neue Konzepte und Herangehensweisen. Das, was in der Ernährungswissenschaft die Ernährungspyramide ist

I. Getreideprodukte: mehrmals täglich
II. Obst und Gemüse: fünf Portionen am Tag
III. Milch- und Milchprodukte: mehrmals täglich
IV. Fleisch, Fisch und Eier: wöchentlich
V. Fette und Süßigkeiten: sparsam) und in die heutige Zeit neu übersetzt werden muss, findet auch im Bereich des Lernens statt.

Insbesondere Unternehmen können von den Entwicklungen der eLearning Branche profitieren.  Zeit- und kostenintensive Fortbildungen im klassischen Sinne können durch digitale Medien rationalisiert werden.

Alle 5 Jahre verdoppeln sich unsere Wissensquellen

1963 erschien in den USA eine Arbeit von Derek de Solla Price namens „Little Science – Big Science“. Sein Ziel bestand darin, dass weltweite Wissen zu quantifizieren. Dafür nutze er die Anzahl an Originalveröffentlichungen in Fachzeitschriften. Aktuellere Schätzungen gehen davon aus, dass sich das Wissen der Welt sogar etwa alle fünf bis zwölf Jahre verdoppelt, wobei sich diese Rate noch beschleunigt.
Doch was bringt uns diese stetige Vermehrung des Wissens?

Manch einer wird sagen, mehr Wissen bedeutet mehr Möglichkeiten. Aber stimmt das?

Setzt „Wissen“ nicht auch „Verstehen“ voraus?

Was wäre ein Unternehmen mit einem großen Tank an Wissen ohne das Anwendungsgebiet für dieses Wissen zu kennen? Vermutlich ein „zerschlagener Haufen“, wo jeder in eine andere Richtung läuft.

Microlearning setzt neue Maßstäbe

Gerade in Unternehmen müssen Lerninhalte heute individual anpassbar sein. Schließlich weiß jeder von uns, wie schnell die Tagesdynmik den schön geplanten Tag ins wanken bringt und für den Artikel, den ich noch gerne lesen wollte, keine Zeit mehr bleibt.

Laut Statista geben 85% der Befragten an, dass sie Mobile Learning als kommerziell erfolgreichstes Medium innerhalb der eLearning-Branche betrachten. Auf Unternehmensseite ist die Anzahl der Unternehmen, die das integrieren allerdings noch gering. Doch die Offenheit ist durchaus da. Vor allem dann, wenn man auf den Bereich MicroLearning blickt. Formal ist es nur eine didaktische Methodik, die sich durch aufbereitetes Lernmaterial in kurzen Einheiten auszeichnet. Gekoppelt mit dem Medium Smartphone hat MicroLearning enormes Potenzial, Lernprozesse effizienter zu gestalten. Bei MicroLearning kann sich der Nutzer selbständig in kurzen Lernsequenzen diverse Handlungskompetenzen aneignen. Und selbst, wenn ihm der Zeitpunkt gerade nicht passt, bieten einem die kleinen und handlichen Snacks die Möglichkeit, eine Lerneinheit nicht immer gleich ausfallen zu lassen. Der große Vorteil dieser didaktischen Methode ist es, dass das Gehirn nicht mit einer Fülle von Informationen konfrontiert wird, sondern dass Informationssegmente in einer Art und Weise bereitgestellt werden, auf welche der Verstand sie effektiver verarbeiten kann.

Genauso wie die heutigen Ernährungsratschläge zu den damaligen Empfehlungen im Kontrast stehen, gibt es auch im Bereich des Lernens starke Unterschiede und Meinungen zum traditionellen Bildungsverständnis:

Früher wurden an einem festen Ort zu einer fixen Uhrzeit lange Lerneinheiten an eine breite Masse an Lernende vermittelt.

Diese starren Strukturen werden durch Technologien durchbrochen und disruptiert. MicroLearning in Kombination mit mobilen Endgeräten konzentriert sich auf eine individuell angepasste Aufgabenstellung, die zeit- und ortsabhängig von dem Nutzer bearbeitet werden kann. Dadurch werden nicht nur Lernprozesse effizienter gestaltet, sondern auch greifbarer für den Lernenden konzipiert.

Laut der E-Learning Benchmarking Studie 2016 erwartet nahezu die Hälfe der befragten Unternehmen in den kommenden drei Jahren größere Budgets für das E-Learning. Der geschätzte Anteil an digitalen Lernmitteln in der Weiterbildung bis 2025 beträgt sogar rund 63% (Hier geht es zu den Erkenntnissen der Studie) Und viele dieser Trends zeichneten sich schon 2016 ab. Der verzeichnete der eLearning Markt ein erhebliches Wachstum von +16%. Treiber dafür waren vor allem die Themenfelder „Learning on Demand“ und „Mobile Learning“.

Für mich heißt das vor allem eines. Das Thema Lernen und Wissensvermittlung wird durch die digitalen Möglichkeiten und Plattformen für Unternehmen eine Reihe von Spielfeldern bereitstellen.

Wichtig ist jedoch, dass es jemanden gibt der sich das Thema annimmt und operativ begleitet. Denn die Aufgaben sind vielfältig. Von der Content Auswahl, über die Feedbackkultur bis zur weiteren Maßnahmenplanung warten unterschiedliche Steps und To Do´s innerhalb der Learn Journey.

Wenn Du / Sie Interesse an dem Thema haben kontaktieren sie mich gern. Wir können dann gerne auch mal über Humovo sprechen 🙂

 

 

 

 

 

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