#DigitalMinimalism – Mein kopf gehört mir …

… schrieb die ada-Gründungsverlegerin Miriam Meckel einst in ihrem Buch.

Darin geht es vor allem um den technologischen Fortschritt, der unser Gehirn ins Visier genommen hat. Denn die Mensch-Maschine-Schnittstelle ist eines DER Themen des 21 Jahrhunderts.

Doch die fortschreitende Technologisierung bringt für Wissenschaft und Mensch eine Vielzahl von Herausforderungen mit sich. Das Gehirn ist das wichtigste Organ des Menschen. Es ist nicht nur unersetzlich als Steuerzentrum für den menschlichen Körper, sondern auch Träger der menschlichen Persönlichkeit.

100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen) kommunizieren über 100 Billionen Synapsen miteinander

Doch das Gehirn ist erst zu einem Bruchteil erforscht. 5 – 10 % sind es, wenn man den Analysen der Neurowissenschaftler glaubt, die heute als erforscht gelten. Ein Status, der schon seit fast 20 Jahren gilt.


Es wiegt eineinhalb Kilo, ist eine graue, weiche Masse und die Krone der Schöpfung

Spiegel, 2002

Nun gilt es die individuelle Krone der Schöpfung für die Zukunft vorzubereiten. Umso mehr freue ich mich, dass ich noch bis nächstes Jahr April die Möglichkeit habe, ein Teil des #adafellowship Programmes zu sein. Wer mit mir auf LinkedIn vernetzt ist, wird sicher schon den ein oder anderen Artikel von mir dazu konsumiert haben.

Dabei ist das ada Programm weit mehr als nur eine Learning Plattform. Es ist ein Ökosystem der Neugierde, dass den eigenen Willen fordert und die systematische Auseinandersetzung mit einem selber voranbringt.

Umso schöner, dass es in diesem Monat eine ganz besondere Aufgabe gibt, der wir uns stellen dürfen. Die bewusste Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsumverhalten. Während manch einer sein Handy wegsperrt, wenn er in den Urlaub fährt, müssen wir unser Verhalten bewusst überdenken und die Aktivität reduzieren.

#DigitalMinimalism


Choosing a Focused Life in a Noisy World

Cal Newport

Um digitalen Medien weniger Aufmerksamkeit zu geben, braucht es laut Cal Newport ein radikales Umdenken.  Apps löschen, feste Uhrzeiten für das Mobiltelefon einplanen, niemals gefällt mir klicken und und und.

Es gibt eine Vielzahl von Punkten, die angewendet werden können. Auch uns Fellows wird in diesem Monat eine Aufgabe gestellt, mit der ich mich sichtlich schwer getan habe.

3 Apps – Keine mehr, keine weniger

Ich hab die Aufgabe direkt zum Start des Monats gemacht, um mich diesem Test bewusst zu unterziehen. Eines vorne Weg. Ich habe mir einen neuen Startscreen eingerichtet und die anderen Apps weit nach hinten geschoben 🙂 Hab es dann doch nicht über das Herz gebracht alles zu löschen. Aber ich hab aufgeräumt …
Hier ist meine Auswahl der 3 Apps, die für mich aktuell eine besondere Rolle spielen.

RegenRadar

Ich weiß nicht warum, aber wenn ich in meine Statistiken schaue, dann ist es eine der meist benutzten Apps überhaupt. Ich vermute, dass es auf mich eine beruhigende Wirkung hat, wenn ich mir die Regenbänder im Zeitverlauf anschaue. Vielleicht ist es aber auch die Vorfreude auf schönes Wetter oder die Beruhigung, mich gegen das was mich erwartet, passend kleiden zu können. Ich möchte die App in Zeiten der Entschleunigung auf keinen Fall verbannen.

Spotify

Musik ist etwas ganz besonderes. Sie hilft beim abtauchen und dem bewussten fokussieren. Noch dazu versetzt sie uns in ganz besondere Stimmungen und sorgt manchmal für eine kleine Zeitreise. Sie weckt Erinnerungen und führt in gewissen Situationen zum bewussten Umgang mit zeit und Raum.


Ganz nach dem Motto „Loved it as a Teen, Love it Forever“ bildet sich der Musikgeschmack von Nutzern schon sehr früh heraus – bei Mädchen statistisch gesehen mit 11 bis 14, bei Jungs etwas später, mit 13 bis 16.

The Song Thats Bind

Noch dazu bricht für mich aktuell eine ganz besondere Zeit heran, wie man auf dem obigen Bild vielleicht unschwer erkennen kann. Umso besser, immer eine Playlist dabei zu haben, die uns zur Entspannung kommen lässt.

WhatsApp

Zu guter letzt sei ein „Klassiker“ erwähnt, auch wenn diese App vermutlich alles bewirkt, nur nicht weniger Nutzung des iPhones. Doch WhatsApp ist für mich nicht nur ein klassischer Messenger. Es ist auch einen Ideenspeicher, im dem ich die Ideen, die mir so kommen, an mich selber schicke. Klingt komisch, ist aber so…

Ich bin gespannt, wie sich noch der weitere Monat anfühlen wird. ich vermute, dass die bewusste Reduzierung in den kommenden Wochen wahre Wunder bewirken kann.

Über den Autoren:

André Paetzel
André Paetzel
Mein ein Name ist André Paetzel und ich bin 31 Jahre jung. Ein echtes Kind des „Ruhrpotts“. Nach meinem Abitur zog es mich ins Rheinland, wo ich in die Medienwelt eintauchen durfte. Heute bin ich als Head of Brand bei Kienbaum tätig.
Seit nun mehr 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Marken im Kontext der Digitalisierung. Diese Welt reizt und inspiriert mich.

In meinen #MicroMoments halte ich sie für euch und mich fest.

Weitere #micromoments: