KW31 #LiquidInspiration: Google und der Mut zur Lücke

Auf einen Blick:
Google ist in aller Munde. Nicht nur, weil der Mutterkonzern Alphabet die Erwartungen der Anleger wieder einmal übertroffen hat. Während zu Jahresbeginn das „langsame“ Wachstum einige Anleger unruhig schlafen ließ, können sie nun wieder ganz beruhigt Träumen und Schäfchen zählen.
Mehr dazu, lest ihr hier hier bei t3n „Alphabet“.
Wie zu erwarten, sind es vor allem die Werbeeinnahmen, die kräftig zugelegt haben. Für Marken ein Fluch und Segen zu gleich.
Denn es zeigt vor allem eines:


1) Die Google Abhängigkeit

Denn während bei Google die Kurven nach oben zeigen, nimmt der organische Traffic auf den Webseiten immer mehr ab. Das führt folglich dazu, dass man gegensteuern muss und meist in Paid Search investiert.

Im neuesten Digital Marketing Report kann man einige Insights zu den Entwicklungen von Google, Amazon und Co einsetzen.
Insgesamt sollen derzeit nur mehr 23 Prozent aller Seitenbesuche von organischen Suchergebnissen aus zustandekommen. Grund dafür sind sicherlich der „Umbau“ der Ergebnisseiten, zunehmende Präsenz der bezahlten Suchergebnisse und die „neuen“ Indexierungsvarianten (Desktop vs Mobile Index)

2) Die Notwendigkeit, Dinge neu zu denken

Für Kommunikatoren und Marketers ist das durchaus eine schwere Zeit. Denn es treffen verschiedene Generationen und Macher aufeinander.
Die „alte“ Garde von Werbetreibenden, die sich um Bekanntheitsgrad ihrer Marke und den Erfolg einzelner Kampagnen bemühte, wird mehr und mehr hinterfragt. Von einer Generation, die die Bedeutung des Return on Investment (ROI) vs. Cost per Click (CPC), First Party vs. Third Party und Data Management vs. Customer Data Platform versteht.

3) Führung neu denken

Neue Herausforderungen erfordern den Mut neu zu denken und Strukturen anzupassen.
Dafür braucht es zunächst kritische Reflexion sowie die Beantwortung derjenigen Themen, die Unternehmen heute vor allem treiben


Führung und Organisation als Zeichen des Wandels

Prof. Walther Jochmann, Kienbaum

Für Digital-, Marketing- und Kommunikationsentscheider heißt das aus meiner Sicht vor allem eines.

Die Komplexität neuer Themen und der Wille, die Fragestellungen zu beantworten, fordern ein neues Teamdenken.


Was wir daraus lernen können:
Google und die Umstellung der Suche sind nur ein Beispiel für die Herausforderungen, vor denen Marken stehen. Auch Amazon und Co fordern Marken und Märkte. Technologie fordert neue Kontexte. Kontexte fordern ein neues Denken.
Die Kraft liegt in der Vernetzung und dem Aufbau interdisziplinärer Teams.
Nur so lassen sich Dinge neu denken und neue Lösungsansätze entwicklen.
Die Entwicklungen zeigen aber auch, dass man sich vor allem im Bereich der digitalen Markenführung neu aufstellen und ausrichten muss.

  1. Entscheidungen sollten nur auf Basis von Insights getroffen werden
  2. Es sollte die Bereitschaft geben, eine Entscheidung zu überdenken, wenn neue Erkenntnisse auftauchen

InspirationFiles

t3n: Alphabet: Google-Mutter übertrifft Erwartungen mit Quartalszahlen

Internet World: Digitale Marketing Maßnahmen im Überfluss

Merkle Inc: Digital Marketing Report Q2/2019

Kienbaum: Next Level HR


Über den Autoren:

André Paetzel
André Paetzel
Mein ein Name ist André Paetzel und ich bin 31 Jahre jung. Ein echtes Kind des „Ruhrpotts“. Nach meinem Abitur zog es mich ins Rheinland, wo ich in die Medienwelt eintauchen durfte. Heute bin ich als Head of Brand bei Kienbaum tätig.
Seit nun mehr 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Marken im Kontext der Digitalisierung. Diese Welt reizt und inspiriert mich.

In meinen #MicroMoments halte ich sie für euch und mich fest.

Weitere #micromoments: