KW33 #LiquidInspiration: Vom Gym an die Controller

Auf einen Blick:

Viele von uns haben sehnsüchtig darauf gewartet. Denn endlich bekommt das Wochenende wieder einen Sinn. Samstag 15.29 wandern die Blicke gespannt auf die Mittelkreise der Nation, denn die Bundesliga hat die neue Spielzeit 2019/20 eingeleitet.
In der vergangenen Saison feierte die Liga sogar einen neuen Rekordumsatz.

Europäischer Fußballmarkt boomt

Laut des jährlichen Finanzreports des Wirtschaftsunternehmens Deloitte wuchsen die Umsätze in der Saison 2017/18 um elf Prozent auf 28,4 Milliarden Euro. Die 18 Klubs des deutschen Oberhauses legten gar um 13 Prozent auf 3,168 Milliarden Euro zu. 
Motor des gestiegenen Umsatzes in der Bundesliga war der Start des neuen Medienrechtevertrages, zudem sind die Klubs auch zunehmend international unterwegs. Für Marken ergibt das eine Vielzahl neuer Platzierungs- und Aktivierungsmöglichkeiten. Doch nicht nur auf der Ebene ergeben sich neue Spielfelder.

eSports schafft neue Wachtumsfelder

Wer eSports zum ersten mal hört, denkt vielleicht nur an FIFA und Co. Und auch wenn vor kurzem der neue Weltmeister von keinem geringeren Club als Werder Bremen stammte, sind die „klassischen“ Sportspiele im eSports Umfeld nur ein kleiner Bereich. Die Kassenschlager heißen League of Legends, Fortnite und Co. So bekam der diesjährige Fortnite Weltmeister Kyle „Bugha“ Giersdorf rund 3 Millionen US Dollar Preisgeld für seinen Sieg.

Mal zum Vergleich. Ein Wimbledon Sieger erhält rund 2,98 Mio US Dollar für einen Gewinn. Ein Masters Champion beim Golf rund 2 Mio US Dollar. Ein Tour der France Sieger rund 0,58 Mio US Dollar.

Sowohl der internationale, als auch europäische Markt wächst aktuell rasant. Letzterer hat 2018 Umsätze in Höhe von etwa 240 Millionen Euro generiert. Bis 2023 erwarten die Marktforscher von Deloitte einen starken Anstieg auf etwa 670 Millionen Euro.
Mit einem Umsatzvolumen von 70 Millionen Euro hat Deutschland den größten Anteil am europäischen eSports-Markt.

Was wir daraus lernen können:

Im eSports handelt es sich um gänzlich neue Mechaniken und Dynamiken.
Über 40 Millionen Spieler aus aller Welt haben laut Veranstalter „Epic Games“ teilgenommen. Das Finale verfolgten mehrere Millionen Menschen weltweit via Online-Streams sowie 19.000 Zuschauer live im ausverkauften New Yorker Arthur Ashe Stadium.

In Deutschland kooperieren zum Beispiel DFL und FIFA mit Spielentwickler „EA Sports“ für die virtuelle Bundesliga . Schalke schickt ein eigenes eSports Team bei League of Legends ins Rennen. Und die Kölner Gaming Factory SK Gaming schickt seine Leute für Ligaspiele rund um die Welt.

Aus LAN-Partys sind stadienfüllende Events geworden.
Hinter der beeindruckenden wirtschaftlichen Entwicklung steht eine stetig wachsende Fangemeinde. In Deutschland, Europas derzeit größtem eSports-Markt, hat sich die Anzahl der regelmäßigen eSports-Zuschauer seit 2017 von 5,3 Millionen auf 9,2 Millionen (+ 3,9 Millionen) gesteigert.

InspirationFiles:

IT Business: eSports lässt Kassen klingeln

Spiegel Online: Fortnite WM

Deloitte: eSports Studie

Chip.de: Die Preisgelder der Sport Events


Über den Autoren:

André Paetzel
André Paetzel
Mein ein Name ist André Paetzel und ich bin 31 Jahre jung. Ein echtes Kind des „Ruhrpotts“. Nach meinem Abitur zog es mich ins Rheinland, wo ich in die Medienwelt eintauchen durfte. Heute bin ich als Head of Brand bei Kienbaum tätig.
Seit nun mehr 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Marken im Kontext der Digitalisierung. Diese Welt reizt und inspiriert mich.

In meinen #MicroMoments halte ich sie für euch und mich fest.

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