KW35 #LiquidInspiration: Cybercrime – gehacktes Selbstvertrauen

Die Urlaubszeit neigt sich so langsam dem Ende. Die letzten Bundesländer genießen die Sonne am Strand. Die kinderlosen Paare warten sehnsüchtig darauf, dass die Flüge günstiger und die Hotels leerer werden.

Deutsche verzichten im Urlaub auf Sicherheit für ihr Smartphone

G Data Blog

Und selbstverständlich hofft man, dass alles gut geht. Doch während viele nur daran, denken, ob der Flug pünktlich kommt und der Koffer auch dabei war, vernachlässigen sie ihre mobilen Alleskönner. Schließlich sind sie mit weitem Abstand das wichtigste Utensil im Reisegepäck. Noch vor der Sonnencreme. Allerdings:
Vier von zehn Reisenden verzichten auf jegliche Sicherheitsvorkehrungen beim Smartphone oder Tablet, bevor es in die Ferien geht.

Cyberkriminelle machen keine Ferien. Sie sind gerade in der Hauptreisezeit aktiv, um Urlauber gezielt anzugreifen.

Tim Berghoff, Security Evangelist G DATA

Aber nicht nur im privaten Umfeld ist das Thema Cyber Kriminalität von Relevanz.

Auf einen Blick:

Die Schlachten der Zukunft werden im Internet geführt: Wahlmanipulationen, Datenklau, Attacken auf die Infrastrukturen von Konzernen. Laut einer Studie der Herjavec-Gruppe, eines der anerkanntesten IT-Sicherheitsdienstleister der Welt, wird der Schaden durch Cyberkriminalität bis 2021 sechs Billionen Dollar jährlich betragen.

Im Jahre 2016 entstand der deutschen Wirtschaft ein Schaden von über 51 Milliarden Euro. Zugrunde gelegt wurden damals rund 82.000 Fälle, die nachgewiesen werden konnten.
Weltweit kam man auf stolze 432 Milliarden Euro. Allerdings, das sei erwähnt, es soll noch eine große im Raum stehende Dunkelziffer von nicht gemeldeten Fällen geben.

Salt Lake City tappt in Ransomware Falle

Zuletzt ging ein Bericht der amerikanischen Stadt Salt Lake City durch die Presse. Diese tappte in eine Ransomware Falle und entlohnten die Hacker zu guter letzt mit rund 460.000 US Dollar. Auch in Deutschland kennt man solche Fälle nur zu gut. Beim Angriff auf den deutschen Bundestag, wurden beispielsweise vor allem vertrauliche Daten von Politikern ins Visier genommen.
Nun mag man denken, dass aufgrund einer solch hohen Anzahl an Attacken es eine erhöhte Sensibilisierung geben müsste. Tut es aber nur bedingt. Denn während die Anzahl an Angriffen nach oben geht, steigt auch die Zahl der veröffentlichten Softwareschwachstellen, so das Hasso Plattner Institut. Kein Wunder, gibt es doch immer mehr Technologie und Vernetzung, die Einzug in unser tägliches Leben erhält. Im Automobilbereich waren letztes Jahr 68 Prozent der Hersteller- und Zuliefererfirmen von Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl betroffen.

Vielfalt der Schadsoftware

Dabei gibt es sehr unterschiedliche Formen von Angriffsmöglichkeiten. Am bekanntesten sind wohl Ransomware und Malware. Das Wort „ransom“ kommt aus dem Englischen und bedeutet auf Deutsch „Lösegeld“. Sie wird auch als Erpressesoftware bezeichnet. Zwei sehr bekannte Arten von Ransomware sind: Screenlocker und File-Encrypter. Wie die Namen schon vermuten lassen, verschlüsseln diese Viren Dateien oder sperren den Zugang zum Rechner. Es erscheint eine Lösegeld Forderung, die meist via Paypal oder andere Zugänge entrichtet werden soll. In der Regel bemerkt man die Software erst wenn es zu spät ist. Bei Malware handelt es sich um Computerprogramme, die entwickelt wurden, um unerwünschte und gegebenenfalls schädliche Funktionen auszuführen.

Rekord beim Trojaner Emotet

Mehr als 200 neue Versionen am Tag: Die Macher des Trojaners Emotet verantworten die aktuell produktivste Cybercrime-Kampagne

G DATA Blog

Der Trojaner Emotet ist eine der häufigsten und gefährlichsten Bedrohungen für Unternehmen. Die Allzweckwaffe des Cybercrime wird von Kriminellen meist zur gezielten Spionage in Unternehmen genutzt.
Im ersten Halbjahr 2019 registrierten die Sicherheitsexperten von G DATA bereits mehr als 33.000 Varianten der Schadsoftware.

Was wir daraus lernen können:

Ob für Unternehmen oder Privatpersonen. Cybercrime / Cybersecurity ist ein Thema, das meist erst behandelt wird, wenn es zu spät ist. Ransomware ist nur ein Beispiel, die jeden von uns treffen kann.

Doch mit neuen Trends und Technologien, sollte man immer auch das Thema der Sicherheit im Hinterkopf behalten. Denn egal ob ob das einfache surfen auf dem Handy, das Spielen von Pokemon Go, das nutzen von Smart TVs oder der täglich genutzte Internet Browser. Überall hinterlassen wir sensible Daten. Daten, die eine Vielzahl an Begehrlichkeiten wecken.

InspirationFiles:

Stern : Unternehmer und Versorger wappnen sich

Wiwo Krokers Look: Cyber Kriminialität in Deutschland

Spiegel: Der allerletzte Warnschuss

G DATA: Malware Rekord


Über den Autoren:

André Paetzel
André Paetzel
Mein ein Name ist André Paetzel und ich bin 31 Jahre jung. Ein echtes Kind des „Ruhrpotts“. Nach meinem Abitur zog es mich ins Rheinland, wo ich in die Medienwelt eintauchen durfte. Heute bin ich als Head of Brand bei Kienbaum tätig.
Seit nun mehr 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Marken im Kontext der Digitalisierung. Diese Welt reizt und inspiriert mich.

In meinen #MicroMoments halte ich sie für euch und mich fest.

Weitere #micromoments: