KW38 #LiquidInspiration: Dark Social

Es gibt ein Phänomen, das die Gelbwesten in Frankreich und den Klassenchat der eigenen Kinder miteinander verbindet. Das Phänomen heißt Dark Social.

Auf einen Blick

Der Begriff „Dark Social“ oder auch „Dark Traffic“ entstand im Jahre 2012. Er beschreibt den nicht verfolgbaren / den von nicht messbaren Quellen ausgehenden Datenverkehr. Ein Beispiel dafür sind eMails oder Messenger Dienste wie What´s App.
Diese Kanäle gelten als „dunkel“, weil Betreiber von Webseiten nicht sehen können, woher die Besucher ihrer Seiten genau kommen, wenn sie in diesen privaten Räumen auf einen Link geklickt haben.
Erfunden wurde der Begriff von Alexis C. Madrigal, dem Senior Editor des The Atlantic.

„Dark Social: We Have the Whole History of the Web Wrong“

Betraf es 2014 Global noch gut zwei Drittel der Shares, sollen es laut neuesten Erkenntnissen heute rund 84% sein.

Was wir daraus lernen können:

Vieles spricht dafür, dass die Bedeutung von Dark Social noch steigen wird. Diese auf den ersten Blick harmlos wirkende Form der persönlichen Kommunikation wird zu einer gesellschaftspolitischen Herausforderung.
Der Grund dafür ist, dass sich das Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatheit im Web verändert. Denn der Austausch von Informationen und Links in persönlichen Mitteilungen ist gerade deshalb so bedeutsam, weil er praktisch unter Ausschluss dessen stattfindet, was klassisch als Öffentlichkeit gilt.

Der nächste Schritt

Und nun? Wie gehen wir mit einer Generation um, die all ihre spannenden Sachen auf What´s App, Snapchat und Co mit seinen Freunden teilt. Geht man nach der Studie von Radium One, hat „One-to-Many“ ausgedient. Dialogorientierte Kommunikation ist das Zauberwort. Für Marken heisst das zukünftig noch stärker abzuwägen. Vor allem dann, wenn es um die eigenen Ressourcen geht. Dark Social zeigt uns einmal mehr, warum es Unternehmen wie Facebook gibt, die nach dem „People First“ direkt auf Mobile setzen.

Inspiration Files:

Lead Digital: How to Dark Social

Basic Thinking: Dark Social Hintergrund

Über den Autoren:

André Paetzel
André Paetzel
Mein ein Name ist André Paetzel und ich bin 31 Jahre jung. Ein echtes Kind des „Ruhrpotts“. Nach meinem Abitur zog es mich ins Rheinland, wo ich in die Medienwelt eintauchen durfte. Heute bin ich als Head of Brand bei Kienbaum tätig.
Seit nun mehr 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Marken im Kontext der Digitalisierung. Diese Welt reizt und inspiriert mich.

In meinen #MicroMoments halte ich sie für euch und mich fest.

Weitere #micromoments: