KW44 #LiquidInspiration: Blockchain – Wie Bitte?

Das Thema Blockchain erblickte so richtig im Jahre 2008 das Licht der Welt.
Es war Satoshi Nakamoto im White Paper zu Bitcoin. Dort wurde die Technologie als „verteiltes Datenbankmanagementsystem“ beschrieben. Heute, mehr als eine Dekade später, geistert es mehr denn je durch die Flure von Unternehmen.

Auf einen Blick

Seit diesem Jahr hat sogar die Bundesregierung einer Blockchain Strategie. Mit Ihrer Strategie setzt die Bundesregierung die Rahmenbedingungen für Innovationen auf Basis der Blockchain-Technologie. Die Potenziale der Blockchain-Technologie sollen erschlossen und Missbrauchsmöglichkeiten verhindert werden. 


Die Potenziale der noch jungen Blockchain-Technologie sind hoch. Deutschland ist dabei weltweit unter den führenden Standorten. Mit der Blockchain-Strategie wollen wir dazu beitragen, diesen Vorsprung zu halten und auszubauen.

Pressemitteilung BMWi

Die Ausrichtung des Strategiepapiers auf Geldverkehr und Handel passt zur allgemeinen Wahrnehmung, Blockchain, Kryptowährung und Bitcoin seien irgendwie dasselbe. Das hängt vor allem damit zusammen, dass in der Vergangenheit, auch in der Veröffentlichung von Nakamoto nie de Rede von Blockchain war. Doch die Blockchain ist eine übergeordnete Technologie.

Die Blockchain-Technologie weckt Hoffnungen über Industriegrenzen hinweg. Vor allem der Einzelhandel, die Logistiker und der Finanzsektor haben bereits viel Erfahrung gesammelt. Zwar wurde die Blockchain Technologie als technisches Modelle im Rahmen der Kryptowährung Bitcoin entwickelt, doch die Möglichkeiten des Einsatzes sind vielfältig. Aus diesem Grund muss das Blockchain-Prinzip losgelöst von Bitcoin betrachtet werden.


Ein häufig zitiertes Beispiel liefert derzeit IBM mit „Food Trust„, einer Blockchain-basierenden Plattform für die Rückverfolgung von Lebensmitteln. Ziel ist es, in der gesamten Nahrungsmittel-Versorgungskette vom Erzeuger über Verarbeiter, Händler und Einzelhändler bis hin zum Konsumenten Transparenz zu schaffen. 

Blockchain auf einen Blick

• Ist eine erweiterbare Liste von Datensätzen und technische Basis für sogenannte Kryptowährungen

• Accenture, Cisco, IBM, J. P. Morgan, Mitsubishi, Intel, Fujitsu, Wells Fargo haben sich unter dem Dach der LinuxFoundation zusammengeschlossen, um sich der Technologie zu widmen

• Der Begriff trat und tritt vor allem im Zusammenhang mit „Bitcoins“ auf

• Sowohl in der Musikindustrie, der Autoindustrie, als auch Bankenwelt sorgt das Thema Blockchain für aufsehen

• Grund dafür ist die technologische Vielseitigkeit (der Funktionsumfang) • Die Blockchain macht Informationen zum Gemeingut

„Blockchain ist im Grunde ein dezentrales Protokoll für Transaktionen zwischen Parteien, das jede Veränderung transparent erfasst.

Das klingt kompliziert. Ist es auch, außer man fragt jemanden, der sich schon einmal damit intensiv auseinandergesetzt hat. Einer der größten Gründe, warum das Thema so viel Aufmerksamkeit generiert ist die Vielseitigkeit. In einer Welt der Datenüberflutung, ist das Thema Blockchain für viele ein transparenter Anker, der Sicherheit und Kontext bieten soll.

Ein kleiner Blockchain Case

Die Digitalisierung hat die Musikindustrie schon mehrfach durchgeschüttelt.

Durch die Blockchain, könnten Fans zukünftig zu Anteilseignern werden. Einfach gesagt, bringt die Blockchain Transparenz in die Rechte Verwaltung. Ein auf Blockchain basierender Musikdienst ist ein öffentlicher dezentraler Musikladen, in dem es keine Plattenverträge mehr braucht und Künstler die Rechte an der eigenen Musik verwalten und die Bedingungen für die Nutzung der Musik festlegen. Das Verhältnis zwischen Fan und dem Künstler verändert sich in einem System dramatisch. Fans könnten für die Unterstützung der Künstler und das Verbreiten von Musik partizipieren und damit Teil des Erfolges sein.

Über den Autoren:

André Paetzel
André Paetzel
Mein ein Name ist André Paetzel und ich bin 31 Jahre jung. Ein echtes Kind des „Ruhrpotts“. Nach meinem Abitur zog es mich ins Rheinland, wo ich in die Medienwelt eintauchen durfte. Heute bin ich als Head of Brand bei Kienbaum tätig.
Seit nun mehr 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Marken im Kontext der Digitalisierung. Diese Welt reizt und inspiriert mich.

In meinen #MicroMoments halte ich sie für euch und mich fest.

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