André Paetzel https://apaetzel.de Markenführung in der digitalen Welt Mon, 09 Dec 2024 08:14:39 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.1.19 https://apaetzel.de/wp-content/uploads/2014/08/cropped-ap-logo-header-32x32.jpg André Paetzel https://apaetzel.de 32 32 Verantwortung https://apaetzel.de/2024/12/verantwortung/ Mon, 09 Dec 2024 07:59:48 +0000 https://apaetzel.de/?p=2449

Verantwortung – ein Wort, das schwer auf der Zunge liegt und noch schwerer auf den Schultern wiegt. Besonders dann, wenn es um die Zukunft unserer Kinder geht. In einer Welt, die von Klimawandel, digitaler Transformation und gesellschaftlichen Umbrüchen geprägt ist, steht die nächste Generation vor Herausforderungen, die größer sind als je zuvor. Doch wer trägt die Verantwortung dafür, sie auf diese Zukunft vorzubereiten? Und welche Rolle spielen dabei Väter in einer Zeit, in der die Balance zwischen Beruf und Familie ein Drahtseilakt ist?

Die Welt von morgen: Herausforderungen für die nächste Generation

Unsere Kinder wachsen in einer Welt auf, die sich schneller verändert, als wir es je erlebt haben. Der Klimawandel erfordert nicht nur politisches Handeln, sondern auch die Fähigkeit, nachhaltig zu denken und zu handeln. Die Digitalisierung bringt unendliche Möglichkeiten, aber auch Risiken mit sich: Cybermobbing, Informationsüberflutung und die Gefahr, in virtuellen Realitäten den Bezug zur echten Welt zu verlieren. Dazu kommen gesellschaftliche Herausforderungen wie wachsende soziale Ungleichheit und der Druck, sich ständig beweisen zu müssen.

Die Frage ist: Wie bereiten wir unsere Kinder darauf vor? Bildung, Wertevermittlung und emotionale Unterstützung sind entscheidend. Doch das allein reicht nicht. Wir müssen ihnen durch unser eigenes Handeln zeigen, wie man Verantwortung übernimmt.

Die Werte der Großväter: Pflichtbewusstsein und Opferbereitschaft

Unsere Vorstellungen von Verantwortung und Vatersein werden oft durch die Generationen vor uns geprägt. Die Erfahrungen, die wir mit unseren eigenen Vätern und Großvätern gemacht haben, beeinflussen nicht nur unser Bild von Familie, sondern auch, wie wir selbst unsere Rolle als Väter wahrnehmen.

Die Großväter vieler heutiger Väter lebten in einer Zeit, die von Krieg, Wiederaufbau und harter Arbeit geprägt war. Verantwortung bedeutete für sie oft, das Nötigste für die Familie zu sichern – Essen auf den Tisch zu bringen, ein Dach über dem Kopf zu haben und die Kinder „durchzubringen“. Emotionale Nähe oder aktive Erziehung standen selten im Vordergrund, weil die Lebensumstände es oft nicht zuließen. Was sie uns hinterlassen haben, ist ein tief verwurzeltes Pflichtbewusstsein und die Bereitschaft, persönliche Bedürfnisse hintenanzustellen.

Die Generation der Väter: Wandel und neue Möglichkeiten

Unsere Väter wuchsen in einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs auf. Die 70er und 80er Jahre brachten den Beginn einer Emanzipationsbewegung, die auch die Vaterrolle veränderte. Männer begannen, sich mehr in die Familie einzubringen, auch wenn viele weiterhin primär die Rolle des „Ernährers“ ausfüllten. Gleichzeitig gab es oft eine gewisse emotionale Distanz – nicht aus Mangel an Liebe, sondern weil Zuneigung selten offen gezeigt wurde.

Für viele heutige Väter war diese Generation eine Mischung aus Vorbild und Gegengewicht: Einerseits bewundern sie die Stabilität und das Verantwortungsbewusstsein ihrer Väter. Andererseits spüren sie den Wunsch, emotional präsenter zu sein und eine tiefere Verbindung zu ihren Kindern aufzubauen.

Die Herausforderung der Balance

Mit diesen zwei Generationen im Rücken stehen heutige Väter vor einer komplexen Aufgabe: Sie wollen die Stärke und Zuverlässigkeit ihrer Großväter und Väter bewahren, gleichzeitig aber auch eine neue Nähe und Flexibilität schaffen, die ihrer modernen Lebensrealität entspricht. Das führt oft zu inneren Konflikten: Der Drang, es „besser zu machen“, kann in den Wunsch nach Perfektionismus münden – und das wiederum kann den Druck erhöhen, den sich viele Väter selbst auferlegen.

Traditionell galten Väter oft als die „Ernährer“ der Familie, während die Erziehung und emotionale Fürsorge in erster Linie bei den Müttern lag. Doch diese Rollenbilder sind überholt. Heute sind Väter mehr denn je gefragt, sich aktiv in die Erziehung einzubringen – und das ist auch gut so. Studien zeigen, dass Kinder von engagierten Vätern nicht nur emotional stabiler, sondern auch eine andere Fvom von Persönlichkeitsentwicklung besitzen.

Doch wie gelingt das in einer Zeit, in der berufliche Anforderungen oft alles zu dominieren scheinen? Viele Väter kämpfen mit einem Dilemma: Auf der einen Seite der Wunsch, im Job erfolgreich zu sein, auf der anderen Seite das Bedürfnis, Zeit mit der Familie zu verbringen.
Flexible Arbeitszeitmodelle, Homeoffice und Elterngeld sind zwar Schritte in die richtige Richtung, doch sie lösen nicht alle Probleme.

Verantwortung heißt Vorbild sein

Wenn wir von Verantwortung sprechen, geht es nicht nur darum, die nächste Generation auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Es geht auch darum, selbst ein Vorbild zu sein. Kinder lernen nicht nur durch Worte, sondern vor allem durch Beobachtung. Wie gehen wir mit Stress um? Wie treffen wir Entscheidungen? Wie behandeln wir andere Menschen? Diese Fragen sind entscheidend, denn unsere Kinder übernehmen nicht nur unsere Werte, sondern auch unsere Verhaltensweisen.

Verantwortung beginnt heute

Verantwortung für die nächste Generation zu übernehmen, ist keine leichte Aufgabe. Sie verlangt von uns, unsere eigenen Prioritäten zu hinterfragen und neue Wege zu finden, Familie und Beruf in Einklang zu bringen. Doch es lohnt sich – nicht nur für unsere Kinder, sondern auch für uns selbst. Denn letztlich sind es die kleinen, gemeinsamen Momente, die den größten Unterschied machen.

Die Welt von morgen wird von den Entscheidungen geprägt, die wir heute treffen. Und diese Verantwortung tragen wir alle – als Eltern, als Partner, als Gesellschaft.

Das Beste aus beiden Welten

Indem wir auf die Erfahrungen unserer Väter und Großväter zurückblicken, können wir lernen, was uns wichtig ist und was wir anders machen möchten. Die Entschlossenheit und das Pflichtbewusstsein unserer Großväter, gepaart mit der Offenheit und den sich wandelnden Werten unserer Väter, geben uns die Chance, eine neue Art von Verantwortung zu leben. Es geht nicht darum, Traditionen blind zu folgen, sondern das Beste aus den früheren Generationen mitzunehmen und es mit den Anforderungen der Gegenwart zu vereinen.

Das Erbe, das uns Großväter und Väter hinterlassen haben, ist keine Last – es ist eine Grundlage. Auf dieser Basis können wir die Zukunft mitgestalten, nicht nur für unsere Kinder, sondern auch für uns selbst. Denn letztlich ist die wichtigste Lektion, die wir lernen können: Verantwortung bedeutet nicht Perfektion, sondern Präsenz.

]]>

Verantwortung – ein Wort, das schwer auf der Zunge liegt und noch schwerer auf den Schultern wiegt. Besonders dann, wenn es um die Zukunft unserer Kinder geht. In einer Welt, die von Klimawandel, digitaler Transformation und gesellschaftlichen Umbrüchen geprägt ist, steht die nächste Generation vor Herausforderungen, die größer sind als je zuvor. Doch wer trägt die Verantwortung dafür, sie auf diese Zukunft vorzubereiten? Und welche Rolle spielen dabei Väter in einer Zeit, in der die Balance zwischen Beruf und Familie ein Drahtseilakt ist?

Die Welt von morgen: Herausforderungen für die nächste Generation

Unsere Kinder wachsen in einer Welt auf, die sich schneller verändert, als wir es je erlebt haben. Der Klimawandel erfordert nicht nur politisches Handeln, sondern auch die Fähigkeit, nachhaltig zu denken und zu handeln. Die Digitalisierung bringt unendliche Möglichkeiten, aber auch Risiken mit sich: Cybermobbing, Informationsüberflutung und die Gefahr, in virtuellen Realitäten den Bezug zur echten Welt zu verlieren. Dazu kommen gesellschaftliche Herausforderungen wie wachsende soziale Ungleichheit und der Druck, sich ständig beweisen zu müssen.

Die Frage ist: Wie bereiten wir unsere Kinder darauf vor? Bildung, Wertevermittlung und emotionale Unterstützung sind entscheidend. Doch das allein reicht nicht. Wir müssen ihnen durch unser eigenes Handeln zeigen, wie man Verantwortung übernimmt.

Die Werte der Großväter: Pflichtbewusstsein und Opferbereitschaft

Unsere Vorstellungen von Verantwortung und Vatersein werden oft durch die Generationen vor uns geprägt. Die Erfahrungen, die wir mit unseren eigenen Vätern und Großvätern gemacht haben, beeinflussen nicht nur unser Bild von Familie, sondern auch, wie wir selbst unsere Rolle als Väter wahrnehmen.

Die Großväter vieler heutiger Väter lebten in einer Zeit, die von Krieg, Wiederaufbau und harter Arbeit geprägt war. Verantwortung bedeutete für sie oft, das Nötigste für die Familie zu sichern – Essen auf den Tisch zu bringen, ein Dach über dem Kopf zu haben und die Kinder „durchzubringen“. Emotionale Nähe oder aktive Erziehung standen selten im Vordergrund, weil die Lebensumstände es oft nicht zuließen. Was sie uns hinterlassen haben, ist ein tief verwurzeltes Pflichtbewusstsein und die Bereitschaft, persönliche Bedürfnisse hintenanzustellen.

Die Generation der Väter: Wandel und neue Möglichkeiten

Unsere Väter wuchsen in einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs auf. Die 70er und 80er Jahre brachten den Beginn einer Emanzipationsbewegung, die auch die Vaterrolle veränderte. Männer begannen, sich mehr in die Familie einzubringen, auch wenn viele weiterhin primär die Rolle des „Ernährers“ ausfüllten. Gleichzeitig gab es oft eine gewisse emotionale Distanz – nicht aus Mangel an Liebe, sondern weil Zuneigung selten offen gezeigt wurde.

Für viele heutige Väter war diese Generation eine Mischung aus Vorbild und Gegengewicht: Einerseits bewundern sie die Stabilität und das Verantwortungsbewusstsein ihrer Väter. Andererseits spüren sie den Wunsch, emotional präsenter zu sein und eine tiefere Verbindung zu ihren Kindern aufzubauen.

Die Herausforderung der Balance

Mit diesen zwei Generationen im Rücken stehen heutige Väter vor einer komplexen Aufgabe: Sie wollen die Stärke und Zuverlässigkeit ihrer Großväter und Väter bewahren, gleichzeitig aber auch eine neue Nähe und Flexibilität schaffen, die ihrer modernen Lebensrealität entspricht. Das führt oft zu inneren Konflikten: Der Drang, es „besser zu machen“, kann in den Wunsch nach Perfektionismus münden – und das wiederum kann den Druck erhöhen, den sich viele Väter selbst auferlegen.

Traditionell galten Väter oft als die „Ernährer“ der Familie, während die Erziehung und emotionale Fürsorge in erster Linie bei den Müttern lag. Doch diese Rollenbilder sind überholt. Heute sind Väter mehr denn je gefragt, sich aktiv in die Erziehung einzubringen – und das ist auch gut so. Studien zeigen, dass Kinder von engagierten Vätern nicht nur emotional stabiler, sondern auch eine andere Fvom von Persönlichkeitsentwicklung besitzen.

Doch wie gelingt das in einer Zeit, in der berufliche Anforderungen oft alles zu dominieren scheinen? Viele Väter kämpfen mit einem Dilemma: Auf der einen Seite der Wunsch, im Job erfolgreich zu sein, auf der anderen Seite das Bedürfnis, Zeit mit der Familie zu verbringen.
Flexible Arbeitszeitmodelle, Homeoffice und Elterngeld sind zwar Schritte in die richtige Richtung, doch sie lösen nicht alle Probleme.

Verantwortung heißt Vorbild sein

Wenn wir von Verantwortung sprechen, geht es nicht nur darum, die nächste Generation auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Es geht auch darum, selbst ein Vorbild zu sein. Kinder lernen nicht nur durch Worte, sondern vor allem durch Beobachtung. Wie gehen wir mit Stress um? Wie treffen wir Entscheidungen? Wie behandeln wir andere Menschen? Diese Fragen sind entscheidend, denn unsere Kinder übernehmen nicht nur unsere Werte, sondern auch unsere Verhaltensweisen.

Verantwortung beginnt heute

Verantwortung für die nächste Generation zu übernehmen, ist keine leichte Aufgabe. Sie verlangt von uns, unsere eigenen Prioritäten zu hinterfragen und neue Wege zu finden, Familie und Beruf in Einklang zu bringen. Doch es lohnt sich – nicht nur für unsere Kinder, sondern auch für uns selbst. Denn letztlich sind es die kleinen, gemeinsamen Momente, die den größten Unterschied machen.

Die Welt von morgen wird von den Entscheidungen geprägt, die wir heute treffen. Und diese Verantwortung tragen wir alle – als Eltern, als Partner, als Gesellschaft.

Das Beste aus beiden Welten

Indem wir auf die Erfahrungen unserer Väter und Großväter zurückblicken, können wir lernen, was uns wichtig ist und was wir anders machen möchten. Die Entschlossenheit und das Pflichtbewusstsein unserer Großväter, gepaart mit der Offenheit und den sich wandelnden Werten unserer Väter, geben uns die Chance, eine neue Art von Verantwortung zu leben. Es geht nicht darum, Traditionen blind zu folgen, sondern das Beste aus den früheren Generationen mitzunehmen und es mit den Anforderungen der Gegenwart zu vereinen.

Das Erbe, das uns Großväter und Väter hinterlassen haben, ist keine Last – es ist eine Grundlage. Auf dieser Basis können wir die Zukunft mitgestalten, nicht nur für unsere Kinder, sondern auch für uns selbst. Denn letztlich ist die wichtigste Lektion, die wir lernen können: Verantwortung bedeutet nicht Perfektion, sondern Präsenz.

]]>
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne https://apaetzel.de/2023/07/jedem-anfang-wohnt-ein-zauber-inne/ Tue, 18 Jul 2023 20:45:30 +0000 https://apaetzel.de/?p=2437

Neue Anfänge sind aufregend. Sie eröffnen uns die Möglichkeit, unsere Träume zu verwirklichen, unsere Komfortzone zu verlassen und uns persönlich weiterzuentwickeln. In jedem Anfang liegt ein Zauber, der uns antreibt und inspiriert. Es ist die Magie des Unbekannten, die uns dazu ermutigt, unsere Grenzen zu überschreiten und neue Horizonte zu entdecken.

Es ist Samstag der 15.07.2023. Hätte ich gewusst das vor mir die emotionalsten, spannendsten und inspirierendsten 48 Stunden meines bisherigen Lebens liegen, hätte ich sicher ein wenig vorgeschlafen. Davon gab es nämlich kaum Zeit und Raum. An diesem Wochenende warteten wir eigentlich "nur" darauf, dass unser 2ter Sohn zu uns in die Familie stößt. Der Krankenhauskoffer war gepackt und es durfte gerne losgehen.

Es war 17 Uhr, als ich mich auf dem Weg zum Spielplatz machte. Eigentlich wollte ich nur Sohnemann abholen, der sich noch kurz eine Stunde mit Oma austoben wollte. Beim betreten des Spielplatzes hörte ich allerdings schon, dass Sohnemann anscheinend gerade andere Probleme hat. Mit Krokodilstränen saß er in seinem Bollerwagen und hielt sich den Arm, der einen unüblichen Knick aufwies. Auf dem Arm und mit Siebenmeilenstiefeln ging es nach Hause. Oma im Windschatten hinterher.

Die Anamnese ließ nur einen Entschluss zu. Direkter Weg ins Krankenhaus. Dahin, wo wir eigentlich nur zur Geburt unseren Sohnes hinfahren wollten. Schnell den Koffer, die hochschwangere Frau, Oma und Sohnemann einpacken. Die Bildgebung in der Radiologie war eindeutig. Bruch des Unterarmes. Noch am Abend musste operiert werden.

Gegen 21 Uhr, nach all den Aufklärungsgesprächen, brachten wir unseren Sohn in die Schleuse zu den Anästhesisten. Der schwerste und emotionalste Abschied, den ich in seinem und meinem bisherigen Leben durchleben musste. Bei uns allen kullerten die Tränen. Danach begann die Zeit des Wartens. Auch wenn es nur "Routine" war und insgesamt 1,5-2 Stunden dauerte, für uns war es eine Ewigkeit.

Um 23 Uhr brachten sie ihn wieder zu uns. Ich wartete an seinem Bettchen, bis er aus der Narkose gegen 1.00 Uhr aufwachte. Es ging zu Mama aufs Zimmer und für mich nach Hause ins Bett. Schlafen konnte ich nicht wirklich. Am nächsten Tag war der "Regen" weggezogen und die Sonne strahlte. Sohnemann ging es den Umständen entsprechend und wir konnten schnell wieder nach Hause. Was ein Glück. Auf der Couch warteten das Wimbledon Finale (Alcaraz gewann gegen Djokovic) und eine spannende Tour de France Etappe. Wir machten so ziemlich gar nichts, was uns in irgendeiner Form hätte körperlich und geistig beansprucht.
Auch inspirierend. Zum Abend ging es früh ins Bett. Schlafen war immer noch schwierig.

Um 0.00 Uhr stand meine Frau am Bett.

Schatz, es geht los

17.07.2023

Aufstehen, Wehen wegatmen, anziehen und nach knapp 1-1,5 Stunden wieder ab ins Krankenhaus. Man erwartete uns schon.
Meine Frau legte einen wahren Durchmarsch hin.
Knappe 1,5 Stunden später, 6-8 Presswehen und es war soweit. Unser 2ter Sohn erblickte das Licht der Welt. Was ich dabei gefühlt habe ist kaum zu beschreiben. Von der Emotion aber vergleichbar mit dem Abend zuvor, nur eine Portion mehr Glück.

Es folgten wunderschöne Stunden zusammen mit unserem neuen Familienmitglied. Für mich ging es dann schnell nach Hause und ich legte mich zu meinem Sohn ins Bett. Gegen 7 Uhr wurde er wach und vermisste die Mama. Ich zeigte ihm ein Bild von mir, der Mama und einem Baby

Ist das etwa mein Brüderchen?

Gegen Mittag dann zusammen ins Krankenhaus. Das erste mal zu viert. So oft daran gedacht und nun war es soweit. Glücklicherweise durften wir schon direkt am Tag das Krankenhaus wieder verlassen.

Gegen 17 Uhr waren wir Zuhause. 48 Stunden später.
So viel erlebt.
So viel Durchlebt.

Auf uns wartet nun was Neues. Etwas Anderes. Ein großes Abenteuer.

Der berühmte Satz "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" stammt aus dem Gedicht "Stufen" von Hermann Hesse. In diesen Worten steckt eine tiefgreifende Weisheit, die uns daran erinnert, dass jeder Neuanfang, sei es im Beruflichen oder im Privaten, eine Chance für persönliches Wachstum und Erfüllung birgt. In dem Gedicht aus dem Jahr 1941, welches ursprünglich den Titel „Transzedieren“ trug, geht es um das Leben und den Prozess der Veränderung. Stufe für Stufe entwickelt man sich weiter und wagt einen Neubeginn. Die Bereitschaft zu Neuem schützt vor dem Erschlaffen.

Für mich war dieses Wochenende nicht nur der Beginn von etwas Neuem. Es war vor allem auch ein Bild für die Dynamik und die Unplanbarkeit unseres Lebens. Hätte ich ein Drehbuch geschrieben, ich wäre auf diese Art der Story nicht gekommen. Die Mischung aus Unvorhersehbaren, der Traurigkeit des einen und das Glück des anderen Tages lagen in diesen Stunden so nah beinander. Es war die Hilflosigkeit des Schicksals, die auf den Zauber eines neuen Anfangs traf.

Der Zauber eines Anfangs liegt darin, dass er uns aus unserer Komfortzone herausholt und uns dazu bringt, uns neuen Herausforderungen zu stellen. Er erfordert Mut und Entschlossenheit, um Hindernisse zu überwinden und unsere Ziele zu erreichen. Es ist wie ein Sprung ins Unbekannte, bei dem wir uns selbst herausfordern und unsere Fähigkeiten auf die Probe stellen.

Er gibt uns die Möglichkeit, aus unseren Erfahrungen zu lernen und zu wachsen. Durch die Herausforderungen und Hindernisse, denen wir auf unserem Weg begegnen, werden wir widerstandsfähiger. Es ist ein Prozess des Lernens und der Selbstentwicklung.

In jedem Anfang liegt das Potenzial für etwas Großartiges. Es liegt an uns, diesen Zauber zu erkennen und die Chancen zu ergreifen, die uns geboten werden.

Ein großer Dank geht an einige ganz besondere Menschen, die uns in diesen 48 Stunden zur Seite standen.

]]>

Neue Anfänge sind aufregend. Sie eröffnen uns die Möglichkeit, unsere Träume zu verwirklichen, unsere Komfortzone zu verlassen und uns persönlich weiterzuentwickeln. In jedem Anfang liegt ein Zauber, der uns antreibt und inspiriert. Es ist die Magie des Unbekannten, die uns dazu ermutigt, unsere Grenzen zu überschreiten und neue Horizonte zu entdecken.

Es ist Samstag der 15.07.2023. Hätte ich gewusst das vor mir die emotionalsten, spannendsten und inspirierendsten 48 Stunden meines bisherigen Lebens liegen, hätte ich sicher ein wenig vorgeschlafen. Davon gab es nämlich kaum Zeit und Raum. An diesem Wochenende warteten wir eigentlich "nur" darauf, dass unser 2ter Sohn zu uns in die Familie stößt. Der Krankenhauskoffer war gepackt und es durfte gerne losgehen.

Es war 17 Uhr, als ich mich auf dem Weg zum Spielplatz machte. Eigentlich wollte ich nur Sohnemann abholen, der sich noch kurz eine Stunde mit Oma austoben wollte. Beim betreten des Spielplatzes hörte ich allerdings schon, dass Sohnemann anscheinend gerade andere Probleme hat. Mit Krokodilstränen saß er in seinem Bollerwagen und hielt sich den Arm, der einen unüblichen Knick aufwies. Auf dem Arm und mit Siebenmeilenstiefeln ging es nach Hause. Oma im Windschatten hinterher.

Die Anamnese ließ nur einen Entschluss zu. Direkter Weg ins Krankenhaus. Dahin, wo wir eigentlich nur zur Geburt unseren Sohnes hinfahren wollten. Schnell den Koffer, die hochschwangere Frau, Oma und Sohnemann einpacken. Die Bildgebung in der Radiologie war eindeutig. Bruch des Unterarmes. Noch am Abend musste operiert werden.

Gegen 21 Uhr, nach all den Aufklärungsgesprächen, brachten wir unseren Sohn in die Schleuse zu den Anästhesisten. Der schwerste und emotionalste Abschied, den ich in seinem und meinem bisherigen Leben durchleben musste. Bei uns allen kullerten die Tränen. Danach begann die Zeit des Wartens. Auch wenn es nur "Routine" war und insgesamt 1,5-2 Stunden dauerte, für uns war es eine Ewigkeit.

Um 23 Uhr brachten sie ihn wieder zu uns. Ich wartete an seinem Bettchen, bis er aus der Narkose gegen 1.00 Uhr aufwachte. Es ging zu Mama aufs Zimmer und für mich nach Hause ins Bett. Schlafen konnte ich nicht wirklich. Am nächsten Tag war der "Regen" weggezogen und die Sonne strahlte. Sohnemann ging es den Umständen entsprechend und wir konnten schnell wieder nach Hause. Was ein Glück. Auf der Couch warteten das Wimbledon Finale (Alcaraz gewann gegen Djokovic) und eine spannende Tour de France Etappe. Wir machten so ziemlich gar nichts, was uns in irgendeiner Form hätte körperlich und geistig beansprucht.
Auch inspirierend. Zum Abend ging es früh ins Bett. Schlafen war immer noch schwierig.

Um 0.00 Uhr stand meine Frau am Bett.

Schatz, es geht los

17.07.2023

Aufstehen, Wehen wegatmen, anziehen und nach knapp 1-1,5 Stunden wieder ab ins Krankenhaus. Man erwartete uns schon.
Meine Frau legte einen wahren Durchmarsch hin.
Knappe 1,5 Stunden später, 6-8 Presswehen und es war soweit. Unser 2ter Sohn erblickte das Licht der Welt. Was ich dabei gefühlt habe ist kaum zu beschreiben. Von der Emotion aber vergleichbar mit dem Abend zuvor, nur eine Portion mehr Glück.

Es folgten wunderschöne Stunden zusammen mit unserem neuen Familienmitglied. Für mich ging es dann schnell nach Hause und ich legte mich zu meinem Sohn ins Bett. Gegen 7 Uhr wurde er wach und vermisste die Mama. Ich zeigte ihm ein Bild von mir, der Mama und einem Baby

Ist das etwa mein Brüderchen?

Gegen Mittag dann zusammen ins Krankenhaus. Das erste mal zu viert. So oft daran gedacht und nun war es soweit. Glücklicherweise durften wir schon direkt am Tag das Krankenhaus wieder verlassen.

Gegen 17 Uhr waren wir Zuhause. 48 Stunden später.
So viel erlebt.
So viel Durchlebt.

Auf uns wartet nun was Neues. Etwas Anderes. Ein großes Abenteuer.

Der berühmte Satz "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" stammt aus dem Gedicht "Stufen" von Hermann Hesse. In diesen Worten steckt eine tiefgreifende Weisheit, die uns daran erinnert, dass jeder Neuanfang, sei es im Beruflichen oder im Privaten, eine Chance für persönliches Wachstum und Erfüllung birgt. In dem Gedicht aus dem Jahr 1941, welches ursprünglich den Titel „Transzedieren“ trug, geht es um das Leben und den Prozess der Veränderung. Stufe für Stufe entwickelt man sich weiter und wagt einen Neubeginn. Die Bereitschaft zu Neuem schützt vor dem Erschlaffen.

Für mich war dieses Wochenende nicht nur der Beginn von etwas Neuem. Es war vor allem auch ein Bild für die Dynamik und die Unplanbarkeit unseres Lebens. Hätte ich ein Drehbuch geschrieben, ich wäre auf diese Art der Story nicht gekommen. Die Mischung aus Unvorhersehbaren, der Traurigkeit des einen und das Glück des anderen Tages lagen in diesen Stunden so nah beinander. Es war die Hilflosigkeit des Schicksals, die auf den Zauber eines neuen Anfangs traf.

Der Zauber eines Anfangs liegt darin, dass er uns aus unserer Komfortzone herausholt und uns dazu bringt, uns neuen Herausforderungen zu stellen. Er erfordert Mut und Entschlossenheit, um Hindernisse zu überwinden und unsere Ziele zu erreichen. Es ist wie ein Sprung ins Unbekannte, bei dem wir uns selbst herausfordern und unsere Fähigkeiten auf die Probe stellen.

Er gibt uns die Möglichkeit, aus unseren Erfahrungen zu lernen und zu wachsen. Durch die Herausforderungen und Hindernisse, denen wir auf unserem Weg begegnen, werden wir widerstandsfähiger. Es ist ein Prozess des Lernens und der Selbstentwicklung.

In jedem Anfang liegt das Potenzial für etwas Großartiges. Es liegt an uns, diesen Zauber zu erkennen und die Chancen zu ergreifen, die uns geboten werden.

Ein großer Dank geht an einige ganz besondere Menschen, die uns in diesen 48 Stunden zur Seite standen.

]]>
Die Abschaffung des linearen Denkens https://apaetzel.de/2020/10/die-abschaffung-des-linearen-denkens/ Mon, 26 Oct 2020 20:18:36 +0000 https://apaetzel.de/?p=2401

Forschung ist die Basis der Kunst

Engineering Artist

Es gibt Tage, an die erinnert man sich ganz besonders. Zum Beispiel an den Sonntag im Juni 2014, als wir uns mit einem gemieteten Bus zum Düsseldorfer Hauptbahnhof aufmachten. Es war Muttertag.
Dort warteten rund 3 händevoll Blogger. Von der Huffington Post, über FoodBlogger, bis zu FotoBloggern, Profifotografen, PR Experten war alles dabei.
Wir machten uns auf den Weg in ein Atelier nach Ratingen.

Zusammen mit Tom, the engineering Artist, Schönauer hatte ich überlegt, einen inoffiziellen Innovationstag auszurufen.
Einen Tag, an dem wir ausschließlich über das erschaffen neuer Dinge sprechen wollte. Wir hatten schon einige immer wieder mitgenommen in diesen Schaffensraum. Ein internationales Kommunikationsteam. HR Manager. Familienunternehmer. Nun also Blogger. Es ging um das Kennenlernen und Erfahren ... und das Bilden eines neuen Netzwerkes.

Ich kenne Tom seit nun rund 10 Jahren. Immer wieder haben wir in dieser Zeit versucht, neues zu erschaffen. Ob auf seinen Webseiten (was nicht immer einfach war ... ), bei der Entwicklung von Studien mit Andreas Kipar, oder dem zusammenführen unterschiedlichster Denker und Macher.

Der gesteuerte Zufall

Wenn Tom in seinem Atelier tätig wird, dann ist es bei weitem mehr als der reine Zufall. Hinter jedem Handeln stecken jahrelange Forschungsarbeit und die Kooperation mit Wissenschaftlern in den Labors des Klebstoffherstellers Henkel. An Tagen wie diesen ist es aber noch weitaus mehr. Tom schafft sich durch seine Rezipienten einen neuen Blick. Dabei ist es die Neugierde, die sämtliche Barrieren abbaut.

Atelierfest bei Thomas Schönauer

Seine Kunst bereist mittlerweile die gesamte Welt und seine Gedanken haben Einzug in viele Unternehmen und Schaffensprozesse erhalten.

Wo ein Objekt bildender Kunst sich präsentiert, lädt es die Betrachter ein, sich auf ein Spiel des Zeigens und Schauens einzulassen. Die Skulptur, die Installation oder das Bild bringen sich selbst zur Anschauung, zur Erscheinung. Und sie laden ein schauendes Gegenüber ein, sich in rezeptiver Offenheit darauf einzulassen.

Für mich ist es eine Mischung aus Bewunderung & Dankbarkeit mit einem "Typen" wie Tom zusammen wirken und lernen zu dürfen.

Nicht-Linearität und Offenheit des Fragens

Immer geht es um den Umgang mit Grenzen und eigener Begrenztheit, mit notorischer Ungewissheit und Machtlosigkeit. 

Wer mit Tom einen Tag verbringt, verbringen darf, der wird die Kraft der Gedanken zu spüren bekommen.
Es ist bei weitem mehr als nur ein Austausch.
Es ist eine Auseinandersetzung.

Wer mit Thomas Schönauer und seinen Ideen zur Nicht-Linearität jenseits vermeintlicher Sicherheiten und Verfügbarkeiten denkt, erfährt das Dasein als Gabe, im Modus des Staunens, im Kontext von Humor und dem Vergnügen des Nicht-Wissens.

Tom selber bezeichnet sich als „Mann des Raumes“.
Für einen bildenden Künstler ungewöhnlich ist seine enge Zusammenarbeit mit Architekten und Landschaftsplanern, die auch zum Gewinn mehrerer internationaler Ausschreibungen geführt hat. Ein Beispiel soll hier genügen: 1992 entwickelte er das Gesamtkonzept des deutschen Auftritts zur UNO-Umweltkonferenz in Rio de Janeiro.

Ich bin sehr dankbar, jemanden wie Tom in meinem Umfeld wissen zu dürfen.
Er gibt Kraft, fordert heraus und setzt neue Impulse frei. Danke dafür.

Wer mehr über ihn wissen möchte, dem sind die beiden folgenden Artikel sehr ans Herz gelegt.

Kunst, Inspiration, Wissenschaft

Vor dem Verstehen liegt die Anschauung

Schaffensfeld bei Thomas Schönauer
Trabbi Haube zur Wiedervereinigung
Leichtigkeit by Thomas Schönauer
Swarovsky Produktion
Gefahrenschutz

Danke Tom. Für Inspiration, Austausch und deine Sichtweisen.

]]>

Forschung ist die Basis der Kunst

Engineering Artist

Es gibt Tage, an die erinnert man sich ganz besonders. Zum Beispiel an den Sonntag im Juni 2014, als wir uns mit einem gemieteten Bus zum Düsseldorfer Hauptbahnhof aufmachten. Es war Muttertag.
Dort warteten rund 3 händevoll Blogger. Von der Huffington Post, über FoodBlogger, bis zu FotoBloggern, Profifotografen, PR Experten war alles dabei.
Wir machten uns auf den Weg in ein Atelier nach Ratingen.

Zusammen mit Tom, the engineering Artist, Schönauer hatte ich überlegt, einen inoffiziellen Innovationstag auszurufen.
Einen Tag, an dem wir ausschließlich über das erschaffen neuer Dinge sprechen wollte. Wir hatten schon einige immer wieder mitgenommen in diesen Schaffensraum. Ein internationales Kommunikationsteam. HR Manager. Familienunternehmer. Nun also Blogger. Es ging um das Kennenlernen und Erfahren ... und das Bilden eines neuen Netzwerkes.

Ich kenne Tom seit nun rund 10 Jahren. Immer wieder haben wir in dieser Zeit versucht, neues zu erschaffen. Ob auf seinen Webseiten (was nicht immer einfach war ... ), bei der Entwicklung von Studien mit Andreas Kipar, oder dem zusammenführen unterschiedlichster Denker und Macher.

Der gesteuerte Zufall

Wenn Tom in seinem Atelier tätig wird, dann ist es bei weitem mehr als der reine Zufall. Hinter jedem Handeln stecken jahrelange Forschungsarbeit und die Kooperation mit Wissenschaftlern in den Labors des Klebstoffherstellers Henkel. An Tagen wie diesen ist es aber noch weitaus mehr. Tom schafft sich durch seine Rezipienten einen neuen Blick. Dabei ist es die Neugierde, die sämtliche Barrieren abbaut.

Atelierfest bei Thomas Schönauer

Seine Kunst bereist mittlerweile die gesamte Welt und seine Gedanken haben Einzug in viele Unternehmen und Schaffensprozesse erhalten.

Wo ein Objekt bildender Kunst sich präsentiert, lädt es die Betrachter ein, sich auf ein Spiel des Zeigens und Schauens einzulassen. Die Skulptur, die Installation oder das Bild bringen sich selbst zur Anschauung, zur Erscheinung. Und sie laden ein schauendes Gegenüber ein, sich in rezeptiver Offenheit darauf einzulassen.

Für mich ist es eine Mischung aus Bewunderung & Dankbarkeit mit einem "Typen" wie Tom zusammen wirken und lernen zu dürfen.

Nicht-Linearität und Offenheit des Fragens

Immer geht es um den Umgang mit Grenzen und eigener Begrenztheit, mit notorischer Ungewissheit und Machtlosigkeit. 

Wer mit Tom einen Tag verbringt, verbringen darf, der wird die Kraft der Gedanken zu spüren bekommen.
Es ist bei weitem mehr als nur ein Austausch.
Es ist eine Auseinandersetzung.

Wer mit Thomas Schönauer und seinen Ideen zur Nicht-Linearität jenseits vermeintlicher Sicherheiten und Verfügbarkeiten denkt, erfährt das Dasein als Gabe, im Modus des Staunens, im Kontext von Humor und dem Vergnügen des Nicht-Wissens.

Tom selber bezeichnet sich als „Mann des Raumes“.
Für einen bildenden Künstler ungewöhnlich ist seine enge Zusammenarbeit mit Architekten und Landschaftsplanern, die auch zum Gewinn mehrerer internationaler Ausschreibungen geführt hat. Ein Beispiel soll hier genügen: 1992 entwickelte er das Gesamtkonzept des deutschen Auftritts zur UNO-Umweltkonferenz in Rio de Janeiro.

Ich bin sehr dankbar, jemanden wie Tom in meinem Umfeld wissen zu dürfen.
Er gibt Kraft, fordert heraus und setzt neue Impulse frei. Danke dafür.

Wer mehr über ihn wissen möchte, dem sind die beiden folgenden Artikel sehr ans Herz gelegt.

Kunst, Inspiration, Wissenschaft

Vor dem Verstehen liegt die Anschauung

Schaffensfeld bei Thomas Schönauer
Trabbi Haube zur Wiedervereinigung
Leichtigkeit by Thomas Schönauer
Swarovsky Produktion
Gefahrenschutz

Danke Tom. Für Inspiration, Austausch und deine Sichtweisen.

]]>
Stadt, Land, Fluss https://apaetzel.de/2020/10/stadt-land-fluss/ Fri, 23 Oct 2020 21:24:35 +0000 https://apaetzel.de/?p=2360

In Zeiten, in denen die Kanzlerin uns rät,

Bitte bleiben Sie, wenn immer möglich, zu Hause

Angela Merkel, 17.10.2020

kreisen die Gedanken in den Erinnerungen. Bei mir sind es vor allem auch Erinnerungen an andere Orte und Augenblicke.

Ein gedanklicher Urlaub

Wie schön, dass mich schon immer die Fotografie intensiv begleitet hat. Aus diesem Grund, und da wir vermutlich noch einige Zeit achtsam sein sollten, möchte ich ein paar dieser schönen Anblicke mit Euch teilen.

04.09.2014

Eine Reise, an die ich mich nur allzu gerne erinnere, war eine Fototour durch Norwegen. Ich war noch nie dort und mehr als beeindruckt von der Schönheit der Natur und der Kraft der Naturgewalten.

2014 Bergen, Fjord Einfahrt
2014 Bergen, Willkommensgruß
2014 Bergen, StreetArt
2014 Bergen, Wochenmarkt

Norwegen im September bietet schon eine ganz besondere Stimmung und Atmosphäre. Vor allem dann, wenn man sich von Bergen aus weiter in Richtung Norden bewegt. Ob Eidfjord oder Geiranger, die Landschaft ist atemberaubend.

2014 Eidfjord, Sonnenaufgang
2014 Eidfjord, Einfahrt
2014 Eidfjord, Sonnenuntergang
2014 Hellesylt Geiranger, Dalsnibba
2014 Hellesylt Geiranger, Dalsnibba
2014 Hellesylt Geiranger, 7 "Schwestern"
2014 Geiranger, Fjord Einfahrt
2014 Geiranger, Dalsnibba Ausblick

Ich erinnere mich noch sehr gut, als wir uns auf den Weg nach oben gemacht haben. Wir haben so ziemlich nichts gesehen. Außer eine milchige Brühe. Oben angekommen, dann die "Erleuchtung"

2014 Geiranger, Dalsnibba Ausblick

Aber es sind bei weitem nicht nur die entfernten Länder, die die Gedanken kreisen lassen.
Auch hier bei uns, kann man wunderbar gedanklich Urlaub machen.

2014 Cuxhaven
2014 Cuxhaven

Doch in Zeiten, wo selbst der Weg zur heimischen See zu weit erscheint, ist es dann doch die heimische Nachbarschaft, die man erkundet.
2014 hab ich noch nicht dran gedacht, dass ich heute, 2020, zusammen mit meinem kleinen Sohn die Welt erkunden darf. Und so sieht man sie auf einmal wieder mit ganz anderen Augen. Hier im schönen Düsseldorf.

Düsseldorf Energiepyramide und Rheinturm
Düsseldorf Parklife
Düsseldorfer Herbstlicht
Düsseldorf Medienhafen
Düsseldorf Stadttor Wolkenband
Düsseldorf Henkel
Düsseldorf Stadtlicht
Düsseldorf Ausblick Dreischeibenhaus

Hier auf dem Blog und meinen #Micromoments wird mich die Fotografie nun wieder vermehrt begleiten und inspirieren.
Ich hoffe, dass ich einen Teil der Inspiration vermitteln kann.

Bleibt gesund

]]>

In Zeiten, in denen die Kanzlerin uns rät,

Bitte bleiben Sie, wenn immer möglich, zu Hause

Angela Merkel, 17.10.2020

kreisen die Gedanken in den Erinnerungen. Bei mir sind es vor allem auch Erinnerungen an andere Orte und Augenblicke.

Ein gedanklicher Urlaub

Wie schön, dass mich schon immer die Fotografie intensiv begleitet hat. Aus diesem Grund, und da wir vermutlich noch einige Zeit achtsam sein sollten, möchte ich ein paar dieser schönen Anblicke mit Euch teilen.

04.09.2014

Eine Reise, an die ich mich nur allzu gerne erinnere, war eine Fototour durch Norwegen. Ich war noch nie dort und mehr als beeindruckt von der Schönheit der Natur und der Kraft der Naturgewalten.

2014 Bergen, Fjord Einfahrt
2014 Bergen, Willkommensgruß
2014 Bergen, StreetArt
2014 Bergen, Wochenmarkt

Norwegen im September bietet schon eine ganz besondere Stimmung und Atmosphäre. Vor allem dann, wenn man sich von Bergen aus weiter in Richtung Norden bewegt. Ob Eidfjord oder Geiranger, die Landschaft ist atemberaubend.

2014 Eidfjord, Sonnenaufgang
2014 Eidfjord, Einfahrt
2014 Eidfjord, Sonnenuntergang
2014 Hellesylt Geiranger, Dalsnibba
2014 Hellesylt Geiranger, Dalsnibba
2014 Hellesylt Geiranger, 7 "Schwestern"
2014 Geiranger, Fjord Einfahrt
2014 Geiranger, Dalsnibba Ausblick

Ich erinnere mich noch sehr gut, als wir uns auf den Weg nach oben gemacht haben. Wir haben so ziemlich nichts gesehen. Außer eine milchige Brühe. Oben angekommen, dann die "Erleuchtung"

2014 Geiranger, Dalsnibba Ausblick

Aber es sind bei weitem nicht nur die entfernten Länder, die die Gedanken kreisen lassen.
Auch hier bei uns, kann man wunderbar gedanklich Urlaub machen.

2014 Cuxhaven
2014 Cuxhaven

Doch in Zeiten, wo selbst der Weg zur heimischen See zu weit erscheint, ist es dann doch die heimische Nachbarschaft, die man erkundet.
2014 hab ich noch nicht dran gedacht, dass ich heute, 2020, zusammen mit meinem kleinen Sohn die Welt erkunden darf. Und so sieht man sie auf einmal wieder mit ganz anderen Augen. Hier im schönen Düsseldorf.

Düsseldorf Energiepyramide und Rheinturm
Düsseldorf Parklife
Düsseldorfer Herbstlicht
Düsseldorf Medienhafen
Düsseldorf Stadttor Wolkenband
Düsseldorf Henkel
Düsseldorf Stadtlicht
Düsseldorf Ausblick Dreischeibenhaus

Hier auf dem Blog und meinen #Micromoments wird mich die Fotografie nun wieder vermehrt begleiten und inspirieren.
Ich hoffe, dass ich einen Teil der Inspiration vermitteln kann.

Bleibt gesund

]]>
Wie ich wurde was ich bin und wie viel „digital“ gesund ist https://apaetzel.de/2019/08/wie-ich-wurde-was-ich-bin-und-wie-viel-digital-gesund-ist/ Thu, 15 Aug 2019 17:07:11 +0000 https://apaetzel.de/?p=2180 Es gibt so Situationen im Leben, da rutscht du irgendwann in eine Schublade ... Das muss auch gar nicht schlecht sein, wenn es denn dann die "Richtige" ist. Bei mir war das schon in der Ausbildung so, aber dazu später mehr. 

Wie digital bin ich?

Ich dachte ja immer, ich sei aus Fleisch und Blut. Versehen mit Emotionen, Werten und der mal besseren und mal schlechteren Laune. Doch irgendwann bist du auf einmal der Social Media Mensch. Dann der Digital Nerd. Der Skeptiker. Der Gefühlsmensch. Oder der Netzwerker und Inspirator. Alles Sachen die ich gerne über mich lese, die einen verorten und prägen. Doch es geht vermutlich nicht nur mir so. Auch in Unternehmen ist es Tag für Tag das gleiche Szenario. Allerdings in einer anderen Größenordnung. Oft steckt man auch in einer Schublade, in der man gar nicht landen wollte. Gerade in thematischen Umfeldern, die sich mit Digitalisierungsthemen auseinandersetzen hört man das oft. So geht es zumindest mir-

Und so wundert es mich immer noch. Das Gerede über Digitalisierungsgrade, Trennung zwischen analog und digital und wie digital wir denn eigentlich sein müssten, um für die Zukunft gewappnet zu sein. Studien "belegen" Jahr für Jahr, wie sehr wir doch hinterher hinken ... Doch gefühlt tut sich nach den Erkenntnissen nicht viel. Außer das wir darüber reden.
In der aktuellen Bain Studie, in der Marketingentscheidern ein Armutszeugnis ausgestellt wurde, heisst es

Als größte Schwachstellen auf dem Weg zur digitalen Marketingzukunft identifizieren 36 Prozent der Befragten nicht nur die unzureichende Anpassung der IT-Systeme, 30 Prozent bemängeln ein grundsätzlich im Unternehmen fehlendes Verständnis

Doch wodurch entsteht Verständnis. Ich glaube ja durch machen und Macher. Und davon gibt es zu wenige, vor allem in Unternehmen und wenn es darum geht, Neugierde anzuwenden, Inspiration zu entfachen und Kontexte zu verstehen. Nur so ergeben sich neue Umsetzungsmöglichkeiten. Wenn man sich aber durch die Studie liest, entfaltet sich der "Virus" Digitalisierung. Es wirkt als würde er Organisationen lahm legen und das Missverständnis unter den Kollegen fördern.

"Digital" erfordert Haltung

Wenn Neues auf einen zukommt, gibt es zwei Möglichkeiten der Begrüßung.

1) Man schlägt die Tür zu, barrikadiert sich dahinter und hofft dass der Schutzwall hält.

2) Man öffnet die Tür, hält einen Strauss Blumen in der Hand, freut sich über den Besuch und trinkt erst einmal einen Kaffee.

Ich selber bin ein Freund von Variante 2. Doch um dies tun zu können, braucht es Offenheit und das Vertrauen, dass der Gegenüber einem nichts böses will. Denn mit dem Neuen, ensteht auch eine neue Dynamik. Aber nur die bringt uns weiter.

Ein Rückblick in meinen persönlichen "digitalen" Werdegang

Seit etwas mehr als 10 Jahren bin ich nun berufstätig. Mit Fokus auf "digitale" Fragestellungen. Was das heißt, versuchen wir mal zu hinterfragen.
Gestartet bin ich damals bei GREY worldwide in Düsseldorf. Mit einer Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation. Rund 12-14 Azubis waren wir. Grundsätzlich durchlief man alle Abteilungen der Agentur. FFF, Beratung, Kreation, Strategie, Mafo ... Ich allerdings hab nur eine Abteilung kennengelernt. Die Strategische Planung. Woran das lag?

Schreib mal eine Social Strategie

Bevor ich zu GREY ging, lag noch ein kleiner Umweg vor mir. Denn ganz ursprünglich saß ich nach dem Abitur in Nordkirchen. Diplom Finanzwirt sollte ich werden ... Wie es dazu kam? Keine Ahnung, ich kann es mir selbst nicht erklären ... Ich entschied mich also relativ schnell um und ging wieder auf die Suche. Damit die Zeit nicht in den Sand verlief und mein Papa sich keine Sorgen machen musste, dass ich nur chille, suchte ich mir ein Praktikum. Bei Woobby - der freundliche Netzwerke GmbH. Da lernte ich auch Axel kennen. Was und das muss ich heute einfach noch einmal sagen, sich als großes Glück herausstellte.

Die Aufgaben waren vielfältig und ich wusste erst einmal überhaupt nicht, was ich tat.

Du bist in einem Fotoforum aktiv (ich fotografierte zu der Zeit viel)? Dann poste da doch mal paar Links zu unserer Plattform ... ;)

Das Ende vom Lied. Ich wurde im Forum gesperrt. Danke Axel. Aber zurück zum Business. Zu dem Zeitpunkt wusste ich halt noch nicht, was Forenbetreiber und Co gegen nicht kontextualisierte Links haben ...

Start bei GREY

Da saß ich also nun. Start 1.8.2008. Mit dem ersten Tag in der Ideenbotschaft sollte auch mein Weg starten.
Mit dem Glauben, die Werbewelt mit etwas Social Media verändern zu können. In Wahrheit, so denke ich heute, war man froh, dass ich mich selber beschäftigen konnte :D

In einer Unterabteilung von der Strategie ging es also los. Dem Mafo Institut, Market Horizons. Die Strategie wurde damals von Alessandro Panella geführt, der heute bei Serviceplan ist und direkt das "Potenzial" im "forschen" Paetzel erkannte ;) Denn als Kind des Ruhrpotts pflegt man einen einfachen und direkten Umgang. Nicht immer einfach, aber wenn man sich angenähert hat, lässt es sich aushalten. Ich arbeite dran ... Ich wurde auf verschiedenste Themen losgelassen. Typologie der Wünsche, Verbraucheranalysen und Co flogen mir nur so um den Kopf. Aber und das muss ich auch heute noch sagen, es machte mir einfach Spaß. Es ergaben sich neue Kontexte und Feld um Feld verknüpfte sich für mich.
Im Januar 2009 meldete ich mich dann bei diesem Twitter (die ersten 4 Monate Ausbildung lagen hinter mir) an und die ersten Briefings flatterten ein.  Und schau an, auch da redeten sie, also die Kunden, auf einmal von diesen neuen Netzwerken.

Alles sollte viral gehen.

Und auf einmal war ich drin in sämtlichen Projekten. Wir bauten Adwords Kampagnen, legten für Unternehmen wie Deichmann, Pringles und Co Profile in Netzwerken an und machten Workshops. Kurze Zeit später saß ich am Tisch bei Google und machte mein Google Adwords Zertifikat. Für mich lief es super. Ich war Azubi, fühlte mich aber nicht so. Durfte hier mit hin und dort mit hin. Schließlich hatten die meisten von dem, wo ich aktiv war, noch nichts gehört. Parallel dazu bloggte ich auf meinem damaligen Blog Logolook.de über die Gestaltung und Geschichte von Logos.

Der Vernetzungsbeschleuniger

Logolook war ein echter Vernetzungsbeschleuniger. Jeden Tag eine neue Geschichte und immer wieder neue Personen die auf mich zu kamen. Schreib doch mal über unser Logo, lass und einen Link tauschen ... waren auf einmal Tagesgeschäft. Die Tage waren dementsprechend getaktet. Früh ins Büro mit der Tram aus Wuppertal (ich wohnte bei meiner damaligen Freundin und heute Frau) und es wurde vor der Arbeit gebloggt.
In dieser Zeit lernte ich eine Reihe von tollen Persönlichkeiten kennen. Zum Beispiel Andreas Bruckschlögl (Founder Bits and Pretzels) oder Sachar Klein (damals Kriwoj) liefen mir über den Weg. Andreas betrieb damals die Plattform RucksackCenter.de und ihr könnt euch denken, was er wollte. Sachar war bei Scoyo, was zu Bertelsmann gehörte und auch hier wurde über Content eine neue Verbindung hergestellt.
Danach ging es für ihn weiter zu UDL Digital, Glossybox und heute betreibt er Hypr in Berlin. Es freut mich wirklich sehr, dass die Verbindung noch eine so Gute ist, auch wenn man sich kaum sieht. Aber es ist einfach ein ungemeiner Mehrwert für mich entstanden.
Die Kontakte wurden mehr und mehr. Caschy von Stadt Bremerhaven, Robert Basic (wir denken an dich lieber Robert) Sascha Lobo und und und. In vielen Blogs tauchte auf einmal mein Blog auf und der Traffic wuchs rasant. Und mit dem Traffic auch die Kontakte.

Nach meiner Ausbildung wurde ich dann als Junior Konzepter Digital übernommen, was sich Dank André Schieck als kluger Schachzug herausstellte. Man muss sagen, wir waren einfach eine coole Truppe und zu vielen von damals habe ich noch heute Kontakt. Hervorzuheben sei da sicherlich auch "Commander" Pietsch. Die New Business Rakete von GREY, heute CMO bei DDB. Auch dir noch einmal großen Dank. Schließlich durfte und konnte ich nur mit zur Markenarbeit gehen, weil du nicht wolltest ... ;)

Next step

Es folgte der nächste Schritt. Nach Ende der Ausbildung (Sommer 2010) wurde ich von meinem damaligen Chairman, Frank Dopheide, zum Frühstück eingeladen. Auch ihm war aufgefallen, dass das Thema, was ich bearbeitete mehr und mehr gefragt wurde und ich dazu noch ein guter Typ war ;)  Er gründete die Deutsche Markenarbeit und nahm mich mit als seinen persönlichen Assistenten. Die Aufgabe war recht simpel.

Wir bauen Markenanalysen für Personen. Du machst was mit dem digitalen und schaust am Ende des Monats, dass wir damit Geld verdienen.

Verstanden. Wir entwickelten also ableitend aus den Analysen Strategien für den persönlichen Auftritt in LinkedIn, Xing, Twitter und Co. Schrieben Konzepte für die Wikipedia und bauten kleine Adwords Kampagnen. Wieder war Axel als Selbständiger mit dabei. Wir fuhren zu PWC, Bank Austria und diversen Fußball Clubs. Auch die Klitschko Brüder waren mit dabei oder große Familienunternehmer. Immer mit dem Fokus "Mensch als Marke".
Eine wahrlich tolle Zeit, in der ich unfassbar viele Personen Kennenlernen durfte und wo ich in "jungen" Jahren (ich war gerade 23) viel Verantwortung tragen durfte. Eines der prägendsten Themen in dieser Zeit. "Künstler als Marke". Mit diesem Projekt durfte ich einen Menschen Kennenlernen, der weitaus mehr als ein Freund und Inspirator geworden ist. Thomas "Tom" Schönauer ist nämlich nicht nur begnadeter Künstler, er ist auch Menschenversteher und Impulsgeber. Nach 4 Webseiten Relaunches von ihm, diversen Vorträgen und Consulting Projekten, treibt uns noch immer der gleiche Gedanke. Dinge zu bewegen.

Das Themenfeld "Digital" trieb mich an

Für mich eröffneten sich immer mehr Spielfelder. Mit jedem Projekt eine neue Herausforderung. Und mit jeder Herausforderung wuchs der Mut, neue Dinge auszuprobieren.
Nachdem die Markenarbeit an die Verlagsgruppe Handelsblatt anteilig verkauft wurde und wir uns langsam dort eingroovten, trieb mich die persönliche Veränderung und der Wille sich selber auszuprobieren. Ich stieg auf den Sprungturm und es folgte ein Sprung ins kalte Wasser. Denn das Hauptschiff, was mich immer mitgezogen hatte, war auf einmal weg. Dann trudelst du darum auf hoher See. Welle um Welle prasselt über dir zusammen. Doch auch hier fügte sich ein Puzzleteil in das Nächste. Denn über das Netzwerk ergaben sich neue Aufgaben und ich bekam mit jemanden wie Curt Simon Harlinghausen einen klasse Mentor. Bei der Publicis war es zwar nur ein kurzer Aufenthalt, bevor es zurück zu GREY ging, aber sicherlich auch ein prägender. Mit den "alten" Kollegen um André Schieck, Mathias Minten und Milena Munsch bauten wir dann einen ganz neuen Ansatz.

GREYadventures - das Executive Adventure Squad

Wir waren eine offen und kollaborativ agierende Expertenheit. Mit klarem Fokus auf die Umsetzung von digitalen Projekten und Fragestellungen.
Was ich dort für mich merkte war vor allem die Tatsache, dass es einzig und allein auf die Umsetzung ankommt. Wir positionierten uns also zwischen den großen Unternehmensberatungen, die in Perfektion Charts bauten, aber oftmals wenig davon umsetzten. Dankbar für uns. So schafften wir es meist Hand in Hand mit den großen zusammen zu arbeiten und ihnen Arbeit abzunehmen. Parallel entwickelten wir unseren eigenen Strategieansatz. Es ergaben sich Produktideen, neue Beratungsansätze und mit jedem Kontakt wuchs die Möglichkeit, was neues zu erschaffen

Netzwerk entsteht durch Offenheit und Neugierde

Aus Projekten wurden Freundschaften und eine Reihe neuer Themen und Projekte. Marc Scholten von digitally induced, um nur eine Rakete zu nennen, Daniel-John Riedl, die #TUES Maschine, Anton von Active Value und und und. Allesamt Weggfährten, denen ich dankbar bin für Austausch und Inspiration. Es gibt sicher noch viele zu nennen, aber zurück zur Ausgangssituation.

Mit jedem Schritt und jedem Thema wächst de Neugierde. Ein neues Hoch erhielt diese mit dem Schritt zu Kienbaum

Leading by #WePowerment

Erste Berührungspunkte hatte ich schon im Jahre 2012 zur Zeiten der Markenarbeit. Jetzt wartete eine neue spannende Aufgabe. Umsetzen der neuen Markenstrategie und Aufbau, Ausbau, Neubau der neuen Markenwelt.

Und das soll ich machen?

Heute glaube ich wahrlich, dass es ein guter Gedanke von unserem Chief Empowerment Officer Fabian Kienbaum und seinen Kollegen und meinen Chefs Jörg Sauer und Henning Böhne war.
Wir, damit meine ich uns, also das ganze Team, sind das Thema unkompliziert und resultatorientiert angegangen. Denn man muss wissen, der Prozess des Generationenwechsels dauerte einige Jahre. Nun waren wir also dran. In rund 4-5 Monaten haben wir einen kompletten globalen Markenrelaunch umgesetzt. Für rund 600 Kollegen, auf 4 Kontinenten und 27 Standorten. Und ich muss sagen, es ging relativ wenig schief. Hier und dort funktionieren die PPT Vorlagen nicht oder die Visitenkarten haben einen Rechtschreibfehler ... aber so what. Sowas passiert in einem solchen großen Prozess.

Marke ist nie eine Maßnahme, es ist ein Prozess

Aus diesem Grund muss Marke auch gepflegt werden, Tag für Tag. Damit man an unterschiedlichsten Stellen auch Marke aktiviert bekommt und für Kunden und Kollegen lebhaft gestalten kann, braucht es Verbündete. In den eigenen Reihen und dem Partnernetzwerk. Ich bin sehr froh darüber, bei Kienbaum auf ein starkes Netzwerk zurückgreifen zu können und eine so gute Basis für den Markenprozess vorgefunden zu haben. Dank an Marc Sasserath "das menschlische Trüffelschwein" und sein Team von SM+. Aber, es ist auch wichtig und wertvoll, sein eigenes Netzwerk mit einbringen zu können. Denn wie schon erwähnt. Marke braucht Erlebbarkeit. Da ist es super, wenn man so Jungs wie Alessandro und Tobias von Food Explorer zu seinen "kulinarischen" Verbündeten zählen kann, bei denen wir zum Thema Creative Culture eine wunderbare Veranstaltung initiieren durften.

Agilität und Wissensransfer

40 Prozent der Unternehmen sehen die Entwicklung zum Arbeitsplatz der Zukunft relativ weit fortgeschritten,

während 79 Prozent der Mitarbeiter den Arbeitsplatz noch weit entfernt davon sehen …


Studie zum Arbeitsplatz der Zukunft von IDG Research und Sipgate

Auch Agilität, Kollaboration und Co fordern Strukturen und Prozesse. Dinge, die oft genug vernachlässigt werden. Schließlich sind sie oft nicht direkt weiterberechenbar und werden erst "spät" sichtbar.

Selbiges gilt für mich auch, wenn es darum geht, sein eigenes Denken und das "Digitale" mit einzubringen. Ich persönlich bin dankbar dafür, in allen meinen Aufgaben und Berufen Freiheiten gehabt zu haben. Doch mit größerer Verantwortung und neuen Aufgaben stelle ich auch fest, wie wichtig es ist, Formate und Strukturen zu haben. Dabei ist der Grundbaustein von allem sicherlich die

Persönliche Gestaltungskraft

Ich bin fest davon überzeugt, dass jeder von uns die Kraft besitzt, Krisen zu überwinden. Und wir alle wissen auch, wie gut es sich anfühlt, wenn man eine Sache, die man sich vorgenommen hat, geschafft hat. Taktgeber hierfür ist das neuronale Belohnungssystem im Gehirn. Doch um es auszulösen, braucht es unterschiedlichen Treibstoff.

Einer ist vor allem die persönliche Begeisterung. Etwas, was uns von Geburt an mit auf den Weg gegeben wird. Sie ist es auch, die uns darin beflügelt, neue Themenfelder zu entdecken und weiter zu erkunden.

Mein guter Freund, den ich oben schon erwähnte, sagte mal bei einem #InspirationBrunch


Ziel muss die Abschaffung des linearen Denkens sein.

Tom "The Engineering Artist" Schönauer

Und er hat recht. Am Ende geht es bei jedem von uns doch vor allem um eines.

Ordnung in das persönliche Chaos bringen

Denn schließlich ist die Chaostheorie nichts anderes als die Beschreibung für die Entdeckung nicht linearer Systeme. Und die entstehen vor allem dann, wenn man ungewöhnliches versucht und sich aus seiner Komfortzone begibt.

Für mich steht daher eines auf jeden Fall fest.

  • Emotionale Beteiligung
  • Aktive Erfahrung
  • Aufmerksamkeit
  • Erfolgserlebnisse
  • Bedeutsamkeit

sind Treiber für unsere Gesundheit. Sie sind es, die uns zu konstruktiver Dynamik verhelfen. Und sollten sie es nicht sein, die uns auf neue Ideen bringen, so können wir immer noch dem Serendipity Effekt vertrauen.


Die zufällige Entdeckung von wichtigen, nicht gesuchten Erkenntnissen durch einen theoretisch vorbereiteten Geist

Robert K. Merton

Oder anders gesagt

Die Zeit für unbeabsichtigte Genialität.

]]>
Es gibt so Situationen im Leben, da rutscht du irgendwann in eine Schublade ... Das muss auch gar nicht schlecht sein, wenn es denn dann die "Richtige" ist. Bei mir war das schon in der Ausbildung so, aber dazu später mehr. 

Wie digital bin ich?

Ich dachte ja immer, ich sei aus Fleisch und Blut. Versehen mit Emotionen, Werten und der mal besseren und mal schlechteren Laune. Doch irgendwann bist du auf einmal der Social Media Mensch. Dann der Digital Nerd. Der Skeptiker. Der Gefühlsmensch. Oder der Netzwerker und Inspirator. Alles Sachen die ich gerne über mich lese, die einen verorten und prägen. Doch es geht vermutlich nicht nur mir so. Auch in Unternehmen ist es Tag für Tag das gleiche Szenario. Allerdings in einer anderen Größenordnung. Oft steckt man auch in einer Schublade, in der man gar nicht landen wollte. Gerade in thematischen Umfeldern, die sich mit Digitalisierungsthemen auseinandersetzen hört man das oft. So geht es zumindest mir-

Und so wundert es mich immer noch. Das Gerede über Digitalisierungsgrade, Trennung zwischen analog und digital und wie digital wir denn eigentlich sein müssten, um für die Zukunft gewappnet zu sein. Studien "belegen" Jahr für Jahr, wie sehr wir doch hinterher hinken ... Doch gefühlt tut sich nach den Erkenntnissen nicht viel. Außer das wir darüber reden.
In der aktuellen Bain Studie, in der Marketingentscheidern ein Armutszeugnis ausgestellt wurde, heisst es

Als größte Schwachstellen auf dem Weg zur digitalen Marketingzukunft identifizieren 36 Prozent der Befragten nicht nur die unzureichende Anpassung der IT-Systeme, 30 Prozent bemängeln ein grundsätzlich im Unternehmen fehlendes Verständnis

Doch wodurch entsteht Verständnis. Ich glaube ja durch machen und Macher. Und davon gibt es zu wenige, vor allem in Unternehmen und wenn es darum geht, Neugierde anzuwenden, Inspiration zu entfachen und Kontexte zu verstehen. Nur so ergeben sich neue Umsetzungsmöglichkeiten. Wenn man sich aber durch die Studie liest, entfaltet sich der "Virus" Digitalisierung. Es wirkt als würde er Organisationen lahm legen und das Missverständnis unter den Kollegen fördern.

"Digital" erfordert Haltung

Wenn Neues auf einen zukommt, gibt es zwei Möglichkeiten der Begrüßung.

1) Man schlägt die Tür zu, barrikadiert sich dahinter und hofft dass der Schutzwall hält.

2) Man öffnet die Tür, hält einen Strauss Blumen in der Hand, freut sich über den Besuch und trinkt erst einmal einen Kaffee.

Ich selber bin ein Freund von Variante 2. Doch um dies tun zu können, braucht es Offenheit und das Vertrauen, dass der Gegenüber einem nichts böses will. Denn mit dem Neuen, ensteht auch eine neue Dynamik. Aber nur die bringt uns weiter.

Ein Rückblick in meinen persönlichen "digitalen" Werdegang

Seit etwas mehr als 10 Jahren bin ich nun berufstätig. Mit Fokus auf "digitale" Fragestellungen. Was das heißt, versuchen wir mal zu hinterfragen.
Gestartet bin ich damals bei GREY worldwide in Düsseldorf. Mit einer Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation. Rund 12-14 Azubis waren wir. Grundsätzlich durchlief man alle Abteilungen der Agentur. FFF, Beratung, Kreation, Strategie, Mafo ... Ich allerdings hab nur eine Abteilung kennengelernt. Die Strategische Planung. Woran das lag?

Schreib mal eine Social Strategie

Bevor ich zu GREY ging, lag noch ein kleiner Umweg vor mir. Denn ganz ursprünglich saß ich nach dem Abitur in Nordkirchen. Diplom Finanzwirt sollte ich werden ... Wie es dazu kam? Keine Ahnung, ich kann es mir selbst nicht erklären ... Ich entschied mich also relativ schnell um und ging wieder auf die Suche. Damit die Zeit nicht in den Sand verlief und mein Papa sich keine Sorgen machen musste, dass ich nur chille, suchte ich mir ein Praktikum. Bei Woobby - der freundliche Netzwerke GmbH. Da lernte ich auch Axel kennen. Was und das muss ich heute einfach noch einmal sagen, sich als großes Glück herausstellte.

Die Aufgaben waren vielfältig und ich wusste erst einmal überhaupt nicht, was ich tat.

Du bist in einem Fotoforum aktiv (ich fotografierte zu der Zeit viel)? Dann poste da doch mal paar Links zu unserer Plattform ... 😉

Das Ende vom Lied. Ich wurde im Forum gesperrt. Danke Axel. Aber zurück zum Business. Zu dem Zeitpunkt wusste ich halt noch nicht, was Forenbetreiber und Co gegen nicht kontextualisierte Links haben ...

Start bei GREY

Da saß ich also nun. Start 1.8.2008. Mit dem ersten Tag in der Ideenbotschaft sollte auch mein Weg starten.
Mit dem Glauben, die Werbewelt mit etwas Social Media verändern zu können. In Wahrheit, so denke ich heute, war man froh, dass ich mich selber beschäftigen konnte 😀

In einer Unterabteilung von der Strategie ging es also los. Dem Mafo Institut, Market Horizons. Die Strategie wurde damals von Alessandro Panella geführt, der heute bei Serviceplan ist und direkt das "Potenzial" im "forschen" Paetzel erkannte 😉 Denn als Kind des Ruhrpotts pflegt man einen einfachen und direkten Umgang. Nicht immer einfach, aber wenn man sich angenähert hat, lässt es sich aushalten. Ich arbeite dran ... Ich wurde auf verschiedenste Themen losgelassen. Typologie der Wünsche, Verbraucheranalysen und Co flogen mir nur so um den Kopf. Aber und das muss ich auch heute noch sagen, es machte mir einfach Spaß. Es ergaben sich neue Kontexte und Feld um Feld verknüpfte sich für mich.
Im Januar 2009 meldete ich mich dann bei diesem Twitter (die ersten 4 Monate Ausbildung lagen hinter mir) an und die ersten Briefings flatterten ein.  Und schau an, auch da redeten sie, also die Kunden, auf einmal von diesen neuen Netzwerken.

Alles sollte viral gehen.

Und auf einmal war ich drin in sämtlichen Projekten. Wir bauten Adwords Kampagnen, legten für Unternehmen wie Deichmann, Pringles und Co Profile in Netzwerken an und machten Workshops. Kurze Zeit später saß ich am Tisch bei Google und machte mein Google Adwords Zertifikat. Für mich lief es super. Ich war Azubi, fühlte mich aber nicht so. Durfte hier mit hin und dort mit hin. Schließlich hatten die meisten von dem, wo ich aktiv war, noch nichts gehört. Parallel dazu bloggte ich auf meinem damaligen Blog Logolook.de über die Gestaltung und Geschichte von Logos.

Der Vernetzungsbeschleuniger

Logolook war ein echter Vernetzungsbeschleuniger. Jeden Tag eine neue Geschichte und immer wieder neue Personen die auf mich zu kamen. Schreib doch mal über unser Logo, lass und einen Link tauschen ... waren auf einmal Tagesgeschäft. Die Tage waren dementsprechend getaktet. Früh ins Büro mit der Tram aus Wuppertal (ich wohnte bei meiner damaligen Freundin und heute Frau) und es wurde vor der Arbeit gebloggt.
In dieser Zeit lernte ich eine Reihe von tollen Persönlichkeiten kennen. Zum Beispiel Andreas Bruckschlögl (Founder Bits and Pretzels) oder Sachar Klein (damals Kriwoj) liefen mir über den Weg. Andreas betrieb damals die Plattform RucksackCenter.de und ihr könnt euch denken, was er wollte. Sachar war bei Scoyo, was zu Bertelsmann gehörte und auch hier wurde über Content eine neue Verbindung hergestellt.
Danach ging es für ihn weiter zu UDL Digital, Glossybox und heute betreibt er Hypr in Berlin. Es freut mich wirklich sehr, dass die Verbindung noch eine so Gute ist, auch wenn man sich kaum sieht. Aber es ist einfach ein ungemeiner Mehrwert für mich entstanden.
Die Kontakte wurden mehr und mehr. Caschy von Stadt Bremerhaven, Robert Basic (wir denken an dich lieber Robert) Sascha Lobo und und und. In vielen Blogs tauchte auf einmal mein Blog auf und der Traffic wuchs rasant. Und mit dem Traffic auch die Kontakte.

Nach meiner Ausbildung wurde ich dann als Junior Konzepter Digital übernommen, was sich Dank André Schieck als kluger Schachzug herausstellte. Man muss sagen, wir waren einfach eine coole Truppe und zu vielen von damals habe ich noch heute Kontakt. Hervorzuheben sei da sicherlich auch "Commander" Pietsch. Die New Business Rakete von GREY, heute CMO bei DDB. Auch dir noch einmal großen Dank. Schließlich durfte und konnte ich nur mit zur Markenarbeit gehen, weil du nicht wolltest ... 😉

Next step

Es folgte der nächste Schritt. Nach Ende der Ausbildung (Sommer 2010) wurde ich von meinem damaligen Chairman, Frank Dopheide, zum Frühstück eingeladen. Auch ihm war aufgefallen, dass das Thema, was ich bearbeitete mehr und mehr gefragt wurde und ich dazu noch ein guter Typ war 😉  Er gründete die Deutsche Markenarbeit und nahm mich mit als seinen persönlichen Assistenten. Die Aufgabe war recht simpel.

Wir bauen Markenanalysen für Personen. Du machst was mit dem digitalen und schaust am Ende des Monats, dass wir damit Geld verdienen.

Verstanden. Wir entwickelten also ableitend aus den Analysen Strategien für den persönlichen Auftritt in LinkedIn, Xing, Twitter und Co. Schrieben Konzepte für die Wikipedia und bauten kleine Adwords Kampagnen. Wieder war Axel als Selbständiger mit dabei. Wir fuhren zu PWC, Bank Austria und diversen Fußball Clubs. Auch die Klitschko Brüder waren mit dabei oder große Familienunternehmer. Immer mit dem Fokus "Mensch als Marke".
Eine wahrlich tolle Zeit, in der ich unfassbar viele Personen Kennenlernen durfte und wo ich in "jungen" Jahren (ich war gerade 23) viel Verantwortung tragen durfte. Eines der prägendsten Themen in dieser Zeit. "Künstler als Marke". Mit diesem Projekt durfte ich einen Menschen Kennenlernen, der weitaus mehr als ein Freund und Inspirator geworden ist. Thomas "Tom" Schönauer ist nämlich nicht nur begnadeter Künstler, er ist auch Menschenversteher und Impulsgeber. Nach 4 Webseiten Relaunches von ihm, diversen Vorträgen und Consulting Projekten, treibt uns noch immer der gleiche Gedanke. Dinge zu bewegen.

Das Themenfeld "Digital" trieb mich an

Für mich eröffneten sich immer mehr Spielfelder. Mit jedem Projekt eine neue Herausforderung. Und mit jeder Herausforderung wuchs der Mut, neue Dinge auszuprobieren.
Nachdem die Markenarbeit an die Verlagsgruppe Handelsblatt anteilig verkauft wurde und wir uns langsam dort eingroovten, trieb mich die persönliche Veränderung und der Wille sich selber auszuprobieren. Ich stieg auf den Sprungturm und es folgte ein Sprung ins kalte Wasser. Denn das Hauptschiff, was mich immer mitgezogen hatte, war auf einmal weg. Dann trudelst du darum auf hoher See. Welle um Welle prasselt über dir zusammen. Doch auch hier fügte sich ein Puzzleteil in das Nächste. Denn über das Netzwerk ergaben sich neue Aufgaben und ich bekam mit jemanden wie Curt Simon Harlinghausen einen klasse Mentor. Bei der Publicis war es zwar nur ein kurzer Aufenthalt, bevor es zurück zu GREY ging, aber sicherlich auch ein prägender. Mit den "alten" Kollegen um André Schieck, Mathias Minten und Milena Munsch bauten wir dann einen ganz neuen Ansatz.

GREYadventures - das Executive Adventure Squad

Wir waren eine offen und kollaborativ agierende Expertenheit. Mit klarem Fokus auf die Umsetzung von digitalen Projekten und Fragestellungen.
Was ich dort für mich merkte war vor allem die Tatsache, dass es einzig und allein auf die Umsetzung ankommt. Wir positionierten uns also zwischen den großen Unternehmensberatungen, die in Perfektion Charts bauten, aber oftmals wenig davon umsetzten. Dankbar für uns. So schafften wir es meist Hand in Hand mit den großen zusammen zu arbeiten und ihnen Arbeit abzunehmen. Parallel entwickelten wir unseren eigenen Strategieansatz. Es ergaben sich Produktideen, neue Beratungsansätze und mit jedem Kontakt wuchs die Möglichkeit, was neues zu erschaffen

Netzwerk entsteht durch Offenheit und Neugierde

Aus Projekten wurden Freundschaften und eine Reihe neuer Themen und Projekte. Marc Scholten von digitally induced, um nur eine Rakete zu nennen, Daniel-John Riedl, die #TUES Maschine, Anton von Active Value und und und. Allesamt Weggfährten, denen ich dankbar bin für Austausch und Inspiration. Es gibt sicher noch viele zu nennen, aber zurück zur Ausgangssituation.

Mit jedem Schritt und jedem Thema wächst de Neugierde. Ein neues Hoch erhielt diese mit dem Schritt zu Kienbaum

Leading by #WePowerment

Erste Berührungspunkte hatte ich schon im Jahre 2012 zur Zeiten der Markenarbeit. Jetzt wartete eine neue spannende Aufgabe. Umsetzen der neuen Markenstrategie und Aufbau, Ausbau, Neubau der neuen Markenwelt.

Und das soll ich machen?

Heute glaube ich wahrlich, dass es ein guter Gedanke von unserem Chief Empowerment Officer Fabian Kienbaum und seinen Kollegen und meinen Chefs Jörg Sauer und Henning Böhne war.
Wir, damit meine ich uns, also das ganze Team, sind das Thema unkompliziert und resultatorientiert angegangen. Denn man muss wissen, der Prozess des Generationenwechsels dauerte einige Jahre. Nun waren wir also dran. In rund 4-5 Monaten haben wir einen kompletten globalen Markenrelaunch umgesetzt. Für rund 600 Kollegen, auf 4 Kontinenten und 27 Standorten. Und ich muss sagen, es ging relativ wenig schief. Hier und dort funktionieren die PPT Vorlagen nicht oder die Visitenkarten haben einen Rechtschreibfehler ... aber so what. Sowas passiert in einem solchen großen Prozess.

Marke ist nie eine Maßnahme, es ist ein Prozess

Aus diesem Grund muss Marke auch gepflegt werden, Tag für Tag. Damit man an unterschiedlichsten Stellen auch Marke aktiviert bekommt und für Kunden und Kollegen lebhaft gestalten kann, braucht es Verbündete. In den eigenen Reihen und dem Partnernetzwerk. Ich bin sehr froh darüber, bei Kienbaum auf ein starkes Netzwerk zurückgreifen zu können und eine so gute Basis für den Markenprozess vorgefunden zu haben. Dank an Marc Sasserath "das menschlische Trüffelschwein" und sein Team von SM+. Aber, es ist auch wichtig und wertvoll, sein eigenes Netzwerk mit einbringen zu können. Denn wie schon erwähnt. Marke braucht Erlebbarkeit. Da ist es super, wenn man so Jungs wie Alessandro und Tobias von Food Explorer zu seinen "kulinarischen" Verbündeten zählen kann, bei denen wir zum Thema Creative Culture eine wunderbare Veranstaltung initiieren durften.

Agilität und Wissensransfer

40 Prozent der Unternehmen sehen die Entwicklung zum Arbeitsplatz der Zukunft relativ weit fortgeschritten,

während 79 Prozent der Mitarbeiter den Arbeitsplatz noch weit entfernt davon sehen …


Studie zum Arbeitsplatz der Zukunft von IDG Research und Sipgate

Auch Agilität, Kollaboration und Co fordern Strukturen und Prozesse. Dinge, die oft genug vernachlässigt werden. Schließlich sind sie oft nicht direkt weiterberechenbar und werden erst "spät" sichtbar.

Selbiges gilt für mich auch, wenn es darum geht, sein eigenes Denken und das "Digitale" mit einzubringen. Ich persönlich bin dankbar dafür, in allen meinen Aufgaben und Berufen Freiheiten gehabt zu haben. Doch mit größerer Verantwortung und neuen Aufgaben stelle ich auch fest, wie wichtig es ist, Formate und Strukturen zu haben. Dabei ist der Grundbaustein von allem sicherlich die

Persönliche Gestaltungskraft

Ich bin fest davon überzeugt, dass jeder von uns die Kraft besitzt, Krisen zu überwinden. Und wir alle wissen auch, wie gut es sich anfühlt, wenn man eine Sache, die man sich vorgenommen hat, geschafft hat. Taktgeber hierfür ist das neuronale Belohnungssystem im Gehirn. Doch um es auszulösen, braucht es unterschiedlichen Treibstoff.

Einer ist vor allem die persönliche Begeisterung. Etwas, was uns von Geburt an mit auf den Weg gegeben wird. Sie ist es auch, die uns darin beflügelt, neue Themenfelder zu entdecken und weiter zu erkunden.

Mein guter Freund, den ich oben schon erwähnte, sagte mal bei einem #InspirationBrunch


Ziel muss die Abschaffung des linearen Denkens sein.

Tom "The Engineering Artist" Schönauer

Und er hat recht. Am Ende geht es bei jedem von uns doch vor allem um eines.

Ordnung in das persönliche Chaos bringen

Denn schließlich ist die Chaostheorie nichts anderes als die Beschreibung für die Entdeckung nicht linearer Systeme. Und die entstehen vor allem dann, wenn man ungewöhnliches versucht und sich aus seiner Komfortzone begibt.

Für mich steht daher eines auf jeden Fall fest.

  • Emotionale Beteiligung
  • Aktive Erfahrung
  • Aufmerksamkeit
  • Erfolgserlebnisse
  • Bedeutsamkeit

sind Treiber für unsere Gesundheit. Sie sind es, die uns zu konstruktiver Dynamik verhelfen. Und sollten sie es nicht sein, die uns auf neue Ideen bringen, so können wir immer noch dem Serendipity Effekt vertrauen.


Die zufällige Entdeckung von wichtigen, nicht gesuchten Erkenntnissen durch einen theoretisch vorbereiteten Geist

Robert K. Merton

Oder anders gesagt

Die Zeit für unbeabsichtigte Genialität.

]]>
Es braucht Haltung – Glück auf! https://apaetzel.de/2019/04/es-braucht-haltung-glueck-auf/ Wed, 03 Apr 2019 13:24:32 +0000 http://localhost:1338/?p=2013 "Jetzt is Schicht im Schacht!" Mit dem heutigen Tag ging nicht nur eine Ära zu Ende, sondern es wurden auch viele Geschichten wieder nach oben gespült. Ganz besonders prägend für mich war die Geschichte des jungen Pitt. Pitt, der unter Tage im "Pütt" von seinen Kumpeln so genannte wurde, war nach dem zweiten Weltkrieg zum Bergbau gekommen. Viele jüngere Männer befanden sich in Kriegsgefangenschaft und die in den Ruhrzeichen eingesetzten Zwangsarbeiter verließen das Land. Die Belegschaft belief sich im Jahr 1945 auf 276.192 Mann und der Ruhrbergbau wurde von der Britischen Besatzungsmacht geleitet. Keine einfache, doch trotzdem eine prägende Zeit. Der Zusammenhalt, egal wer neben einem stand, war das, was die Kumpel verband. Unter-, als auch Übertage war man ein Team. Schließlich war man auf sich angewiesen, wenn es im Stollen zur Sache ging.
"Die Kumpel hinter Dir waren deine Augen in der Dunkelheit"
Für Pitt war es eine Zeit, aus der er viel für sein weiteres Leben mitnahm. Nicht nur Narben und schlechte Träume, sondern vor allem auch Demut und Achtsamkeit.
"Wenn du nicht aufgepasst hast oder deine Kumpel auf dich Acht gegeben haben, konntest du gleich da unten bleiben"
Nach seiner Zeit im Bergbau arbeitete Pitt bis zu seiner Rente bei Hoesch auf Phönix West. Viele kennen heute nur noch den Phönix-See. Eine schöne Wohngegend und einen See, zu dem die Dortmunder vor allem bei Sonnenschein rausfahren. Umgeben von einer alten "Arbeiterwohnsiedlung", die zu großen Teilen den neuen Bauten weichen musste.
"Nicht schick genug"
Schließlich sollte dieser Ort in Hörde zum Vorzeigeort mutieren. Wie es sich für einen Bergmann und Stahlarbeiter gehörte ging Pitt, vor allem in späteren Jahren auch einigen Hobbies nach. Er war im Gesangsverein, wo sie einmal die Woche in der Dorfschänke alte Lieder schmetterten. Er ging in seinen Schrebergarten, wo er Gemüse anbaute. Oder besuchte die Enkel beim "pölen" auf´m Ascheplatz. Der Tag hatte seine festen Rituale. So wie es immer war. Morgens Stulle, Mittags Knifte, Abends Bütterken. Für Pitt war es trotz aller Herausforderungen und Anstrengungen eine schöne Zeit. Eine Zeit, in der er immer lernbereit war und sich so neuen Herausforderungen stellen konnte. Als es in die letzten Jahre seines Lebens ging, teilte Pitt seinem Umfeld immer wieder Erkenntnisse seines Lebens mit.
"Um Dinge zu verändern, brauchst du eine eine Haltung. Sonst packt keiner mit an..."
Mich begleiten sie noch heute. ---
  1. Sei dir bewusst über deine Fähigkeiten. Vertraust du dir selber nicht, tut es auch kein anderer.
  2. Sei mutig, um den nächsten Schritt zu gehen. Nur so kannst du lernen.
  3. Sei offen für Neues und deine Mitmenschen.
  4. Sei achtsam und nimm dein Umfeld an.
  5. Sei dankbar für das, was dir ermöglicht wurde.
--- Lieber Opa "Pitt" Für mich warst Du nicht nur ein Vorbild, Du bist es noch Heute. Zu gerne würde ich mit dem heutigen Wissen noch einmal eine Woche mit Dir verbringen. Über die Dinge reden, die du erlebt hast. Ein Tag wie Heute erinnert mich ganz besonders an Dich. An unsere Zeit, die wir gemeinsam auf dem Balkon verbrachten, uns vom Büdchen im Stundentakt Eis holten.
Ich bin sehr dankbar für die Zeit, die ich mit Dir verbringen durfte und in der ich viel von dir und deiner Arbeit erfahren habe. Ich bin dankbar dafür, von Tag zu Tag besser zu verstehen, was du immer mit dieser "Haltung" meintest. Es ist halt weitaus mehr, als nur die Brust rauszustrecken. Du warst nicht nur ein Malocher, sondern ein wahrer Kumpel. So wie deine Freunde und Brüder im Geiste, die eine ganze Region geprägt haben.]]>
Ich bin ein Kind des "Potts". Geboren am 5.9.1987 im Herzen des Ruhrgebiets. In Dortmund. Und wie viele andere, die im Ruhrgebiet groß geworden sind, durfte auch ich manch einer Geschichte lauschen, die sich unter Tage abgespielt hat.

Schließlich war das Thema fester Bestandteil des Sachunterrichts. Denn der Bergbau war nicht nur Arbeitsplatz für viele Menschen, er war auch ein prägendes Merkmal für eine ganze Region. Eine Region, die aus den Geschichten unter Tage Kraft schöpfte und womit die Menschen der Region sich ihren typischen Charakter verschafften.

Der direkte Kumpeltyp kam zwar nicht mit jedem klar und nicht jeder mit ihm. Doch das war und ist ihm ziemlich egal. Schließlich hat man ja seine Kumpel um sich herum.

"Jetzt is Schicht im Schacht!"

Mit dem heutigen Tag ging nicht nur eine Ära zu Ende, sondern es wurden auch viele Geschichten wieder nach oben gespült.

Ganz besonders prägend für mich war die Geschichte des jungen Pitt.

Pitt, der unter Tage im "Pütt" von seinen Kumpeln so genannte wurde, war nach dem zweiten Weltkrieg zum Bergbau gekommen. Viele jüngere Männer befanden sich in Kriegsgefangenschaft und die in den Ruhrzeichen eingesetzten Zwangsarbeiter verließen das Land. Die Belegschaft belief sich im Jahr 1945 auf 276.192 Mann und der Ruhrbergbau wurde von der Britischen Besatzungsmacht geleitet. Keine einfache, doch trotzdem eine prägende Zeit.

Der Zusammenhalt, egal wer neben einem stand, war das, was die Kumpel verband. Unter-, als auch Übertage war man ein Team. Schließlich war man auf sich angewiesen, wenn es im Stollen zur Sache ging.

"Die Kumpel hinter Dir waren deine Augen in der Dunkelheit"

Für Pitt war es eine Zeit, aus der er viel für sein weiteres Leben mitnahm. Nicht nur Narben und schlechte Träume, sondern vor allem auch Demut und Achtsamkeit.

"Wenn du nicht aufgepasst hast oder deine Kumpel auf dich Acht gegeben haben, konntest du gleich da unten bleiben"

Nach seiner Zeit im Bergbau arbeitete Pitt bis zu seiner Rente bei Hoesch auf Phönix West. Viele kennen heute nur noch den Phönix-See. Eine schöne Wohngegend und einen See, zu dem die Dortmunder vor allem bei Sonnenschein rausfahren. Umgeben von einer alten "Arbeiterwohnsiedlung", die zu großen Teilen den neuen Bauten weichen musste.

"Nicht schick genug"

Schließlich sollte dieser Ort in Hörde zum Vorzeigeort mutieren.

Wie es sich für einen Bergmann und Stahlarbeiter gehörte ging Pitt, vor allem in späteren Jahren auch einigen Hobbies nach. Er war im Gesangsverein, wo sie einmal die Woche in der Dorfschänke alte Lieder schmetterten. Er ging in seinen Schrebergarten, wo er Gemüse anbaute. Oder besuchte die Enkel beim "pölen" auf´m Ascheplatz.

Der Tag hatte seine festen Rituale. So wie es immer war.

Morgens Stulle, Mittags Knifte, Abends Bütterken.

Für Pitt war es trotz aller Herausforderungen und Anstrengungen eine schöne Zeit. Eine Zeit, in der er immer lernbereit war und sich so neuen Herausforderungen stellen konnte. Als es in die letzten Jahre seines Lebens ging, teilte Pitt seinem Umfeld immer wieder Erkenntnisse seines Lebens mit.

"Um Dinge zu verändern, brauchst du eine eine Haltung. Sonst packt keiner mit an..."

Mich begleiten sie noch heute.

---

  1. Sei dir bewusst über deine Fähigkeiten. Vertraust du dir selber nicht, tut es auch kein anderer.
  2. Sei mutig, um den nächsten Schritt zu gehen. Nur so kannst du lernen.
  3. Sei offen für Neues und deine Mitmenschen.
  4. Sei achtsam und nimm dein Umfeld an.
  5. Sei dankbar für das, was dir ermöglicht wurde.

---

Lieber Opa "Pitt"

Für mich warst Du nicht nur ein Vorbild, Du bist es noch Heute. Zu gerne würde ich mit dem heutigen Wissen noch einmal eine Woche mit Dir verbringen. Über die Dinge reden, die du erlebt hast.

Ein Tag wie Heute erinnert mich ganz besonders an Dich. An unsere Zeit, die wir gemeinsam auf dem Balkon verbrachten, uns vom Büdchen im Stundentakt Eis holten.

Ich bin sehr dankbar für die Zeit, die ich mit Dir verbringen durfte und in der ich viel von dir und deiner Arbeit erfahren habe.

Ich bin dankbar dafür, von Tag zu Tag besser zu verstehen, was du immer mit dieser "Haltung" meintest. Es ist halt weitaus mehr, als nur die Brust rauszustrecken.

Du warst nicht nur ein Malocher, sondern ein wahrer Kumpel. So wie deine Freunde und Brüder im Geiste, die eine ganze Region geprägt haben.

]]>